Die Filiale soll im Oktober in Washington eröffnen.

Bereits vor zwei Jahren eröffnete der Kaffee-Riese Starbucks eine „Zeichen-Filiale“ in Kuala-Lumpur. Für das Geschäft in Washington sollen etwa 24 gehörlose und schwerhörige Menschen eingestellt werden, die ASL – also American Sign Language – beherrschen.

Zeichensprache

Außerdem soll die Filiale eingerichtet werden im sogenannten „DeafSpace“-Stil. Das sind spezielle Möbel und Einrichtungsgegenstände, die die Kommunikation von gehörlosen Menschen erleichtern. Zum Beispiel sollten Räume so gestaltet werden, dass es mehrere Lichtquellen gibt. Diffuses Licht ist perfekt, um die Gebärdensprache zu verstehen und zu erkennen. Blendendes Licht wirft Schatten und erschwert die Kommunikation.

Starbucks stattet seine Mitarbeiter außerdem mit entsprechender Kleidung aus. Gehörlose Baristas tragen dann Schürzen, auf denen die Geste für „Starbucks“ in amerikanischer Zeichensprache aufgedruckt ist, hörende Baristas tragen Schürzen mit „I sign“.

Das Café soll in der Nähe der Gallaudet University entstehen, einer privaten Uni für Taube und Schwerhörige. Die Universität wurde im Jahr 1988 weltberühmt, als die Studenten unter dem Motto „Deaf President Now“ forderten, einen gehörlosen Kandidaten zum Uni-Präsidenten zu machen – mit Erfolg. Es war ein wichtiger Moment für den Kampf der Gehörlosen-Community um Anerkennung und Selbstbestimmung.

Quelle: Noizz.de