Woran können wir jetzt noch glauben?

Sie gehören beim Ikea-Besuch einfach dazu: eine große Portion Köttbullar mit Pommes und Preiselbeersauce. Die Fleischbällchen schmecken zwar in der Regel labbrig, sorgen aber für ein gewisses Schweden-Feeling, das man im Möbelhaus nicht missen will.

Doch wie wir jetzt wissen, kommen Köttbullar ursprünglich gar nicht aus Schweden: Wie der offizielle Twitter-Account des Landes verkündete, hat der schwedische König Karl XII. die Fleischbällchen aus dem Osmanischen Reich mitgebracht. Wie so viele andere Leckereien haben wir Köttbullar also den Türken zu verdanken.

Wie genau kamen nun die Bällchen aus Anatolien in den hohen Norden? Das hat etwas mit Karls Kriegen gegen Russland zu tun. Ursprünglich hatte der König Anfang des 18. Jahrhunderts vor, direkt die russische Hauptstadt Moskau anzugreifen, um den Feind zu erledigen. Das ging allerdings in die Hose, weshalb er versuchte, einen neuen Angriff aus der Ukraine heraus zu starten.

Historische Fleischbällchen

Auch dieser Anlauf wurde zum Desaster, sodass Karl XII. ins Osmanische Reich floh, genauer gesagt: in die Stadt Bender. Bender liegt im heutigen Transnistrien, einem Landesteil Moldawiens, der sich in den 90er Jahren für unabhängig erklärt hat, jedoch von anderen Staaten nicht anerkannt wird. Noch heute kann man dort die schwedische Festung besichtigen.

Bender stand damals unter osmanischer Kontrolle, sodass Karl dort mit dem Gericht in Kontakt kam. Das Rezept brachte er bei seiner Rückkehr nach Schweden mit.

Und um euch gleich noch ein zweites Mal vom (Ikea-)Hocker zu hauen: Köttbullar werden auch nicht mit einem „K“-Laut ausgesprochen, sondern mit einem „Sch“-Laut. Hört selbst!

Quelle: Noizz.de