Für den Klimaschutz – oder fürs Image?

Der Fast-Food-Riese Pizza Hut hat den veganen Braten gerochen und will jetzt mit auf den Umweltschutz-Train. Sie kümmern sich nun nicht nur um vegane Fleisch-Alternativen, sondern auch um umweltschonende Verpackungsalternativen mit der revolutionären runden Pizza-Karton. Das Ganze hat allerdings einen Haken – doch erst mal die Eckdaten der neuen Angebote.

Neu aufs Menu kommt die "Garden Specialty Pizza", belegt mit der "Incogmeato"-Wurst der Firma MorningStar Farms. Die ist komplett vegan und wird neben der veganen Wurst mit Zwiebeln, Pilzen und Chilis belegt.

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Das nächste Highlight: Pizza Hut testet auch runde Pizza-Kartons. Der Vorteil daran soll sein, dass sie weniger Verpackung benötigen als die üblichen eckigen Kartons. Die runden Kartons sollen es auch einfacher machen, im Kühlschrank Essensreste aufzubewahren, UND der Karton ist sogar kompostierbar – es scheint also alles nahezu perfekt. 

Der runde Pizza-Karton Foto: Pizza Hut/ Promo

Wäre da nicht dieses eine Detail: Anstatt die vegane Pizza und die kompostierbaren, umweltfreundlichen Pizza-Kartons für alle erhältlich zu machen, wird das Angebot nur in einer einzigen Location an einem einzigen Tag angeboten – einer Pizza-Hut-Filiale in Phoenix, Arizona, am 23. Oktober. Außerdem kann die Pizza nur persönlich in dem Laden gekauft werden – der wahre Sinn eines Pizza-Kartons für Pizza-Lieferungen bleibt also außen vor, und es werden einfach Ressourcen für eine Promo-Aktion verschwendet.

Pizza Hut gibt allerdings an, die Kartons in Zukunft mehr verbreiten zu wollen. Ein guter Ansatz, der sich hinter einer offensichtlichen Greenwashing-Kampagne verstecken muss. 

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Quelle: Noizz.de