Eine Petition will das Wort jetzt abschaffen.

Eigentlich soll man sich mit einer Süßigkeit den Tag etwas erträglicher gestalten und kurz entspannen. Blöd nur, wenn das Naschwerk rassistisch ist. Auf den Geschmack hat der Name zwar keinen Einfluss, auf den Nachgeschmack eventuell aber schon.

Das schweizerische „Komitee gegen rassistische Süßigkeiten“ ruft jetzt einen Süßwarenhersteller dazu auf, seine „Mohrenköpfe“ genannten Schokoküsse umzubenennen.

Die Petition richtet sich gegen den Familienunternehmer Robert Dubler. Gefordert wird die „Dekolonialisierung der Patisserie“. „Mohrenkopf ist eine herabwürdigende Bezeichnung für den Kopf einer dunkelhäutigen Person“, heißt es in der Petition. Sie hat 656 Unterstützer.

In Deutschland gibt es schon seit Jahren keine „Mohrenköpfe“ mehr in den Supermarktregalen. Und auch in der Schweiz ist man auf dem besten Weg, den unzeitgemäßen Namen zu ändern. Dublers Konkurrent Migros nennt die Kalorienbomben inzwischen „Schaumküsse“ und die Supermaktkette Coop verkauft „Choco-Köpfli“.

Unser Favorit: Die dicken Eier Foto: dpa picture alliance

Für Dubler kommt ein Namenswechsel nicht in Frage. Sein Vater hatte 1946 mit den „Mohrenköpfen“ angefangen, davon will er jetzt nicht abrücken. Mit dieser Einstellung gewinnt er Unterstützer in der Bevölkerung, die diese Sprachpflege für übertrieben halten.

Auch in Österreich halten sich noch ein paar rassistische Süßigkeiten. Der „Mohr im Hemd“ und die „Schwedenbomben“ sind zwei Beispiele. Gut denkbar, dass demnächst auch in Österreich eine Petition kommt.

Ein Kleintransporter für Schwedenbomben Foto: Schwedenbomben

Quelle: Noizz.de