Sprudeliger wird’s nimmer.

Es gibt ja eine Gruppe von Menschen, die schwören auf diese Geräte, die lästiges Kistenschleppen und Pfandflaschen der Vergangenheit angehören lassen. Nur eine CO2-Patrone in das Gerät und schon kann man ganz bequem zuhause sein Wasser aus dem Hahn mit Sprudel versetzen.

Ganz schön praktisch – denken sich immer mehr Menschen. Erst Anfang August hat der israelische Sprudelgerät-Hersteller Sodastream, Marktführer in der Sparte, Rekordzahlen verkündet. Da hat der Getränkegigant PepsiCo zugeschlagen. Für umgerechnet gut 2,8 Milliarden Euro will der Cola-Hersteller das Unternehmen übernehmen.

Der Coca-Cola-Konkurrent aus den USA habe bereits zugestimmt, Aktien von Sodastream zum Wert von etwa 123,50 Euro je Aktie zu erwerben. Das sei ein 32-prozentiger Aufschlag auf den Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage. Scheint sich wohl zu lohnen. Ob es dann bald einen offiziellen Pepsi-Sirup gibt?

Ein bisschen unpassend scheint es ja schon. Sodastream wird vor allem von Kunden benutzt, die Wert auf gesunde Ernährung legen und nachhaltig auf PET-Einwegflaschen verzichten wollen. Pepsi hingegen setzt sein Geschäftsfeld bisher vor allem auf Softdrinks. Die sind alles andere als gesund und nachhaltig.

Beim Sodastream-System wird eine spezielle Flasche mit Leitungswasser gefüllt und in ein Gerät gesteckt. 2014 hatte Sodastream 556.000 Sprudler in Deutschland verkauft. Aktuellere Zahlen zum Deutschlandgeschäft lagen zunächst nicht vor.

Sodastream bringe die Möglichkeiten PepsiCos voran, „personalisierte Getränkelösungen für Zuhause weltweit“ anzubieten, sagte Präsident Ramon Laguarta. Sodastream-Direktor Daniel Birnbaum sagte: „Ich freu mich, dass unser Team Zugang haben wird zu PepsiCos enormen Ressourcen.“

2014 war das Unternehmen in die Kritik geraten, weil es die Sprudler im von Israel besetzten Westjordanland herstellen ließ. Kurze Zeit darauf verlegte das Unternehmen seine Produktion nach Israel.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de