Unglaublich, aber wahr.

Es droht eine Bier-Kriese. Echt jetzt. Davor warnen sogar schon die Brauereien. Und wenn die warnen, ist eigentlich eh schon alles zu spät. Bier ist eine deutsche Ikone, damit spaßt man schließlich nicht.

Nun belegen aber zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden Unfassbares: Im Juni lagen die Preise für den Gerstensaft um 4,1 Prozent über dem Vorjahresmonat!

Das heißt eben auch: Wir müssen in diesem Sommer für Bier deutlich tiefer in die Tasche greifen. Mehrere große Brauereien hatten im Winter und Frühjahr bereits die Preise angehoben und das mit Kostensteigerungen begründet.

Zudem geht der Trend zu hippen Craft Beer – und für das geben wir gerne mal mehr aus als für das öde Export. Außerdem nicht förderlich für einen niedrigen Bierpreis: Menschen bringen ihr Leergut nicht mehr zurück. Dutzende leere Bierkästen vergammeln im Keller. Und nun, wo die Sommerferien und Urlaubssaison anstehen, warten viele Brauereien vergeblich auf das Leergut. Also müssen neue Flaschen her. Und das kostet Geld.

Ein Trost bleibt

Wer jetzt denkt, pff, ich verzichte auf Alkohol: geschenkt. Noch stärker zogen die Preise nämlich für Apfelsaft an. Verbraucher mussten dafür 11,6 Prozent mehr bezahlen als im Juni 2017, wie die gleiche Statistik mit den Bierpreisen verrät. Grund dafür: eine schlechte Apfelernte wegen Kälteeinbrüchen.

Und auch Limonaden wurden teurer: gut 5,7 Prozent mehr müssen wir in eine kühle Fanta investieren. Das liegt widerrum daran, das lebensmittelreines CO2 knapp wird, das benutzt wird, um die Softgetränke mit Kohlensäure zu versetzen. Denn: Das flüssige CO2 fällt als Nebenprodukt der Ammoniak-Erzeugung für Düngemittel an. Da Düngemittel vor allem zwischen August und März produziert werden, laufen viele Anlagen im Sommer nicht.

Auf den Schock müssen wir erst mal ein kaltes Bier trinken.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de