Wie konnte das passieren?

Sarah Douglas aus Lethbridge (Kanada) war mit ihrem Sohn gerade auf dem Weg zu einem Baseball-Turnier, hatte sich unterwegs noch schnell einen Milchkaffee bei McDonald's geholt – und spuckte diesen nun auf dem Seitenstreifen wieder aus!

Dem Sender CBC erzählt die hochschwangere Sarah: „Bei mir gingen sofort die Alarmglocken an. Ich musste anhalten, den Kaffee ausspucken und meinen Mund ausspülen. Ich nahm den Deckel ab, und sofort schlug mir dieser beißende Chemiegeruch entgegen. Das war kein Milchkaffee!“

Stimmt! Sie hatte gerade an einem Becher voll mit Reinigungsmittel getrunken. Sofort fuhr Sarah zur Filiale zurück.

In dieser Filiale passierte der Skandal Foto: http://www.cbc.ca/news/

Die besorgte Mutter erzählt: „Der Schichtleiter ging zum Automaten, und das Reinigungsmittel hing immer noch am Automaten. Er brachte die Flasche an den Tresen, damit ich sehen konnte, womit ich es überhaupt zu tun habe und den Gift-Notruf kontaktieren konnte.“

Die Warnhinweise auf der Flasche waren beängstigend. Vor allem für eine Schwangere! Das Reinigungsmittel kann schwere Augenreizungen hervorrufen. Dazu können allergische Hautreaktionen auftreten. Es wird empfohlen, Kinder nicht in die Nähe des Mittels zu lassen und die Flasche nur mit Schutzhandschuhen anzufassen.

Die Warnhinweise des Reinigungsmittels Foto: http://www.cbc.ca/news/

Sarah hatte Glück: Sie hatte die Flüssigkeit nicht geschluckt, zeigte keine auffälligen Reaktionen auf den Chemie-Mix.

Filialleiter Dan Brown entschuldigte sich telefonisch bei Sarah. Brown gab folgende Erklärung an die Öffentlichkeit:

„McDonald's ist bekannt für seine Lebensmittelsicherheit, und es tut mir leid, dass das in meinem Restaurant passiert ist. Unglücklicherweise war der Milchschlauch immer noch mit dem Reinigungsmittel verbunden, als das Getränk für unseren Gast zubereitet wurde.“ Wie jeden Morgen sei die Kaffeemaschine in diesem Moment gereinigt worden.

Sarah Douglas sagte gegenüber „CBC“: „Als Mutter möchte ich sicherstellen, dass ich in Sachen Kundensicherheit eine Stimme habe – und diese auch gehört wird.“ Die Gesundheitsbehörde im kanadischen Staat Alberta hat ihre Untersuchungen inzwischen eingestellt.

Quelle: Noizz.de