Die Idee von einer Kolonialisierung des Mondes ist nicht neu und wird mit fortschreitender Technik und Forschung von Tesla und Co. immer greifbarer. Da es auf dem natürlichen Satelliten weder Sauerstoff, noch Wasser gibt, stellt sich die Frage, ob und wie dort Anbau und Kultivierung von Pflanzen möglich ist. Ein NASA-Forscher nutzt gerade die Corona-Zeit und experimentiert fleißig – in seiner Küche. Das sind seine Ergebnisse.

Über 50 Jahre sind vergangen, seit 1969 zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit erfolgreich Astronauten auf dem Mond gelandet sind. Ein bloßer Besuch des einzigen natürlichen Satelliten unserer Erde würde heute nicht mehr viel hermachen. Nein, der nächste Schritt in der Raumfahrt soll die Besiedelung fremder Planeten sein – und nichts bietet sich dafür als erster Schritt besser an als der Erdmond.

Während die Errichtung von bewohnbaren Stützpunkten relativ einfach zu bewältigen ist, tüfteln Wissenschaftler*innen an Konzepten und Methoden für außerirdischen Pflanzenanbau und Landwirtschaft. NASA-Forscher Max Coleman ist der Sache gerade ein Stück näher gekommen – in seiner Küche während der Quarantäne.

>> Erste Pflanze auf dem Mond ist schon wieder tot

Jeder kennt sie, die Bilder von der Mondlandung 1969. Wie werden wohl die Aufnahmen und Szenen aussehen, wenn die erste Kolonie von Menschen übersiedelt?

Landwirtschaft auf dem Mond – mit Radieschen

Eine Truppe Forscher*innen der NASA hatte eigentlich den Plan, in den hauseigenen NASA-Forschungslaboren Tests mit Radieschen zu machen, die ein hervorragender Kandidat zu sein scheinen, um auf dem Mond zu wachsen. Dann kam Covid-19, die Quarantäne, und das war es erst mal mit den Plänen – bis Forscher Max Coleman vom Nichtstun genug hatte, sich in seiner Küche ein Labor zusammen improvisierte und anfing, mit den Radieschen-Experimenten loszulegen.

Wie Coleman dem "Jet Propulsion Laboratory" mitteilte, wurden "Radieschen bereits zuvor im All verwendet, denn sie keimen sehr, sehr schnell."

>> Außerirdisches Leben im All? Forscher*innen finden zwei neue Super-Erden in Reichweite

In seiner Küche sorgte der emeritierte Professor dafür, dass die Bedingungen so nah wie möglich an denen auf der Mondoberfläche entsprechen – Bodenqualität, Luftverhältnisse, Gravitation. Die Idee dahinter ist einfach: "Je mehr du von dem benutzen kannst, was ohnehin schon vor Ort ist, desto effizienter bist du, weil du weniger mitbringen musst." Mit seinen Forschungen hofft er, einen kleinen Schritt zu der Bevölkerung des Monds beitragen zu können.

NASA-Forscher geht einen kleinen Schritt als Mensch, einen großen für die gesamte Menschheit

"Wir wollen zeigen, dass man mit dem Boden des Monds Pflanzen anbauen kann, dass er Nährstoffe enthält, die man extrahieren und danach als Nährquelle für Gewächse nutzen kann. Es ist eine Frage, ob man die richtigen chemischen Elemente extrahiert bekommt, die Pflanzen benötigen, um Chlorophyll und schließlich Zellwände zu produzieren."

Aktuell sind seine Ergebnisse weit davon entfernt, tatsächlich Radieschen auf dem Mond wachsen zu lassen. Aber sobald die NASA-Labore wieder offen sind, kann das gesamte Team auf seine Leistungen aufbauen und das Ziel verwirklichen.

Quelle: Noizz.de