Bitte was?!

Wer ein echter Morgenmuffel ist, weiß ganz genau, wovon ich spreche: Ohne den ersten Kaffee, diesen herb-lieblichen, tiefschwarzen Morgentrunk (vielleicht mit einem Tropfen Milch,) geht erst Mal gar nichts. Kaffee ist lebenswichtig. Darüber lässt sich nicht diskutieren.

Das sah die Schweiz bisher auch so. Bisher, wohl gemerkt. Denn ab sofort zählt Kaffee nicht mehr zu den überlebenswichtigen Rohstoffen. Das hat die Schweizer Bundesregierung so bestimmt. 

Aber, wie kann sie nur?!

Über diese Einordnung herrscht bei mir zumindest Fassungslosigkeit. Hintergrund des Ganzen: Es gibt eine staatliche Reserve an Lebensmitteln, die die Schweizer Bevölkerung laut Regierung einfach zum Überleben in einem Notfall braucht. Bis jetzt gab es auch eine Kaffeereserve. Damit ist jetzt Schluss.

Bis 2022 wird der Kaffeevorrat für eine nukleare Apokalypse, einen Zombieansturm oder sonstige Eventualitäten, aufgelöst. Dass Kaffee nicht überlebenswichtig sei, hat laut den Ernährungsexperten der Schweizer Regierung einen rein faktischen Grund. Der Muntermacher habe kaum Kalorien und stärkt uns nicht wirklich. Zucker, Reis und Speiseöl seien da dann doch schon etwas wichtiger.

Naja, das bezweifle ich einmal.

Das, was in der Schweiz bisher an Kaffee eingelagert ist, kann sich sehen lassen: 15.000 Tonnen Kaffee von 15 verschiedenen Firmen. Die hätten sicherlich nichts dagegen gehabt, weiter auf Staatskosten Kaffee einzulagern. Die Menge hätte alle Schweizer Eidgenossen rund drei Monate mit Kaffee versorgt. Im Schnitt trinkt dort jeder pro Jahr etwa 9 Kilogramm Kaffee. Die Schweizer gehören damit zu den weltweit größten Kaffeekonsumenten. Zum Vergleich: Wir Deutschen trinken gerade einmal 4,8 Kilogramm.

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Quelle: Noizz.de