Warum wir auf die grünen Früchte lieber verzichten sollten.

Kaum eine Zutat hat in den letzten Jahren einen solchen Boom erlebt wie Avocados. Insbesondere auf Toast sind die grünen Früchte weltweit beliebt, besonders unter jungen, urbanen Konsumenten – also ausgerechnet jener Schicht, die sich für Themen wie Umweltschutz und Fair Trade eigentlich besonders stark interessiert.

Das Geschäft mit Avocados lockt allerdings auch Kriminelle an: In Mexiko sind Drogenkartelle in das Geschäft verwickelt, sie haben sich so eine legale Nebeneinnahmequelle gesichert. Anderswo, zum Beispiel in Chile, werden uralte Wälder abgeholzt, um Platz für neue Avocado-Plantagen zu machen.

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Viele Menschen sind sich dieser Probleme nicht gewahr, doch andere möchten genau deswegen bewusst auf Avocados verzichten. Einer von ihnen ist der renommierte irische Koch JP McMahon, der zwei Sternerestaurants führt.

„Ich verzichte auf sie wegen des Einflusses, den sie auf ihre Herkunftsländern haben: Waldrodung in Chile, Gewalt in Mexiko. Für mich sind sie wie Käfighühner“, sagt McMahon. „Ich glaube, irische Restaurants sollten sich bewusst Mühe geben, auf Avocados zu verzichten oder zumindest die Menge zu reduzieren, die sie verbrauchen. Man kann auch auf Fair-Trade-Avocados zurückgreifen, aber die meisten werden nicht auf diese Weise produziert.“

Mit dieser Einschätzung ist McMahon nicht allein: Auch andere haben der Avocado bereits aus ethischen Gründen abgeschworen, darunter zum Beispiel dieses britische Café, das sich auf Instagram zu der Entscheidung äußerte.

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Wohl kaum: Boykotte sind bislang noch die Ausnahme. Und die Frucht beginnt gerade erst, den chinesischen Markt zu knacken. Vieles deutet darauf hin, dass die dortige Mittelschicht genauso heiß auf die Ware aus Lateinamerika ist wie Amis, Australier und Europäer.

  • Quelle:
  • Noizz.de