Haribo macht zwar Kinder froh, aber …

Wer mag sie nicht, diese leckeren Goldbären, die Colafläschchen, den Klassiker Color-Rado oder die Kaubonbons Maoam. Haribo ist zur Marken-Ikone geworden, beglückt die Geschmacksnerven von Kindern und auch Erwachsenen.

Oft reicht es schon, nur an sie zu denken oder sie im Supermarktregal zu sehen. Schon bekommt man Lust, die Goldbären zu essen. Auch das macht Haribo so erfolgreich – und zwar weltweit. Ob in Deutschland, Frankreich, der Türkei oder sogar Aserbaidschan – alle scheinen die kleinen Gummitiere zu lieben. Egal, ob Jung oder Alt.

Doch in der aktuellen ARD-Reportage „Der Haribo-Check“ werden die Schattenseiten der Süßigkeiten aufgedeckt!

Unmengen von Gummibärchen sind ungesund. Das dürfte niemanden überraschen. Doch wie extrem viel Glukose in nur einem Gummibärchen steckt, hätte wohl keiner erraten: Fast zur Hälfte (!) – nämlich zu 46 Prozent – besteht ein Goldbär aus Zucker.

Weitere 30 Prozent bestehen aus einfachen Kohlenhydraten, 16 Prozent sind Wasser, 6 Prozent Gelatine und lediglich 2 Prozent aus Aroma, Zitronensäure und Fruchtsaft.

Man blendet zu gerne aus, dass man mit Gummibärchen immer auch Schweinehaut mitisst. Denn die ist der Hauptbestandteil von Gelatine. Wie die ARD-Recherche ergab, nutzt Haribo Gelatine der Firma Gelita. Deren Schweinehaut stammt wiederum von der Firma Westfleisch, welche Schweineställe im Raum Münster betreibt.

Schweine

Die dortigen Zustände sind mitunter katastrophal. Die Tiere leben in ihren eigenen Ausscheidungen, pinkeln sich gegenseitig an und zerbeißen sich sogar regelmäßig, wie heimlich gedrehte Videos von Tierschützern zeigen.

Die meisten werden noch nie von dieser Zutat gehört habe. Doch sie steckt in quasi jedem Haribo-Produkt. Das Carnaubawachs wird als Überzugsmittel verwendet und sorgt dafür, dass die Bären glänzen und nicht zusammenkleben.

Doch die Gewinnung dieses Stoffes ist schädlich für die Umwelt: Denn das Wachs stammt aus bestimmten Palmen, die es nur im Regenwald von Brasilien gibt.

Das ist die Carnaubapalme

Die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen sind noch zu oft unter aller Menschenwürde. Die brasilianische Polizei betitelt sie sogar als Sklaverei. Teilweise schneiden Minderjährige die Palmbestandteile ab, manche Arbeiter bekommen nur verdrecktes Flusswasser zu trinken.

Entsprechend nachdenklich stimmt uns das Fazit eines Mitarbeiters des brasilianischen Arbeitsministeriums: „All das für Bärchen, die dann Kinder in der Ersten Welt essen“.

Quelle: ARD