How to Veganuary.

Neujahrsvorsätze sind bei vielen Deutschen ein Riesending und wenn man sich nach den – oft gemütlichen – Weihnachtstagen ein bisschen umhört, erfährt man überall die ambitioniertesten Pläne, vorgetragen mit energischem Ton und lodernden Flammen in den Augen. Dann, ungefähr zwei Woche später, so ab Mitte / Ende Januar, schmelzen Schwung und Disziplin bereits als Schnee von gestern vor sich hin, bis sie Ende Dezember mit neuem Feuer für ihre 14 goldene Tage zum Leben erweckt werden. Neujahrsvorsätze, der Eintags-Phönix des 21. Jahrhunderts?

Anders bei Lucy, die sich 2020 dem Veganuary verschrieben hat, also den gesamten Januar auf Fleisch verzichten möchte, und das mit Schneid und Biss tatsächlich gegen alle Widerstände – namentlich: extreme Lust auf Fleisch – durchgezogen hat. Wie "Unilad" berichtet, war ihr diese Lust nach totem Tier so groß, dass sie in der vierten Woche anfing, von Steaks zu träumen, Steaks, die so groß sind, dass sie nicht mal auf den Teller passen. Doch wo ein eiserner Wille ist, da ist auch ein Weg.

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Oder anders gesagt: Wo ein Schinken-Pflaster auf dem Arm klebt, da lebt der Veganuary hoch. Denn das ist passiert: Die Frau mit den Fleisch-Phantasien besorgte sich das Gegenstück zum Nikotinpflaster: kleine (vegane) Patches mit Schinkenduft, die man sich auf den Oberarm pappen kann. Diese charmant duftenden Anti-Bacon-Pflaster basieren auf neuen Forschungsergebnissen und sollen durch ihren permanenten Schinken-Geruch den Appetit auf Fleisch hemmen. So jedenfalls die Theorie.

Bei Lucy haben die Teile nämlich nur noch mehr Lust auf Fleisch ausgelöst. Zusätzlich hat sie permanent nach Schinken gestunken und musste sich beim Abmachen der Pflaster mit eben jenem Schmerz herumschlagen, den nur kennt, wer schon mal Wachsstreifen für glatte Haut gesorgt hat. Fleisch hat sie in der Woche trotzdem nicht gegessen und die Steak-Träume kamen auch nicht wieder – vielleicht wirken die Patches ja ein bisschen wie ein Traumfänger?

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Quelle: Noizz.de