Haselnüsse für Nutella werden mit stark giftigen Pestiziden behandelt

Genna-Luisa Thiele

Popkultur, Green Lifestyle, Psycho
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Fererros Nutella fällt immer öfter negativ mit seinen Roh- und Inhaltsstoffen auf Foto: Chris Liverani / Unsplash

Der Einsatz ist in der EU längst verboten.

Hunderte Tonnen Haselnüsse braucht der weltweit größte Schokoladenhersteller Ferrero für die Herstellung seiner Kassenschlager wie Kinderschokolade, Rocher, Duplo – und Nutella.

Dabei ist die süße Sünde schon länger in Verruf geraten: zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viel Palmöl stecken in der Schokocreme – und zu wenig Haselnüsse, wenn es nach dem Geschmack von Stiftung Warentest und Verbraucherschützern geht.

Neuer Skandal: Die Nüsse kommen aus der Türkei, Italien und Chile. Und genau deswegen ist das Pestizid-Aktionsnetzwerk Chile (RAP) jetzt alarmiert. Denn auf den Feldern des südamerikanischen Staates wird ein toxisches Pestizid eingesetzt, das wegen seines großen Giftgehaltes in Europa und der Schweiz seit zehn Jahren verboten ist!

Gesundheitsschäden wie Nierenversagen, Atemnot, Lungenschmerzen, Seh- und Leberschäden, schwere Hautverletzungen, Embryoschädigung und Todesfälle bringt das RAP mit dem hochgiftigen Pestizid namens Herbizid Paraquat in Verbindung.

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Während das Tochterunternehmen von Ferrero namens AgriChile mit dem hochgiftigen Pestizid arbeitet, warnen Schilder auf Ferreros firmeneigenen Plantagen in Chile vor Pestiziden wie Glyphosat. Das ist in der EU zwar zugelassen, aber umstritten, da mutmaßlich krebserregend.

Ferrero teilte dazu mit, dass ihre Rohstoffe auf Pflanzengifte getestet werden würden, bisher seien laut Angaben des Herstellers keinerlei Rückstände gefunden worden.

Auch wenn die Folgen für Ferrero in Europa nicht hart sind – für die Bauern und Erntehelfer in Chile sind sie schwerwiegend.

Vor allem Kinder würden unter den Nebenwirkungen der Pestizide leiden. Ihre Schulen liegen oft inmitten der behandelten Felder. Wissenschaftler bestätigen Lernschwächen im Zusammenhang mit der Umweltbelastung.

Ferrero steht außerdem wegen der Verwendung von Palmöl in Kritik.

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Quelle: Noizz.de

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