Endlich sind die Test-Pizzen bei uns angekommen ...

Wir hatten sie ja schon letzte Woche erwartet: Test-Exemplare der Schoko-Pizza von Dr. Oetker. Die News, dass der Lebensmittelkonzern das Teil ab April verkauft, schlug ein, wie eine Rumkugel.

Heute Mittag war es dann soweit. Die Poststelle rief an und teilte uns mit, dass eine Kühlbox angekommen sei. Uns war sofort klar: Es ist die Schoko-Pizza. Wir hatten keine Ahnung, wie kühl die Box noch war, ob die Tiefkühlpizzen noch tiefgekühlt waren, ließen deshalb alles stehen und holten sie ab.

Die gute Nachricht: Die Pizzen waren tatsächlich noch in einem super Zustand – dafür hatten Trockeneispacks gesorgt. Die schlechte Nachricht: Wir haben hier vor Ort nur einen kleinen Aushilfsbackofen, konnten die Schokofladen also nicht unter heimatlichen Bedingungen testen.

In echt macht die Pizza natürlich einen anderen Eindruck als auf der Verpackung. Wir haben uns zuerst gefragt, woraus wohl der Boden ist. Er sah aus wie die Kakaoversion eines normalen Tiefkühlpizzabodens. Auf der Unterseite hatte er seltsame kleine Löcher.

Der Belag war schon ziemlich krass: eine Art Schokogrundlage – so wie bei normaler Pizza der Pizzakäse – in der Farbe von Überraschungseier-Schokolade, Schokoflocken im selben Braun, Schokodrops, wie man sie von Chocolate-Chip-Cookies kennt, und weiße Schokostückchen, die so aussehen wie Mini-Marshmallows.

Zehn Minuten später ist sie fertig – so wie eine ganz normale Tiefkühlpizza. Der Schokobelag wirft blasen, und als wir die Backofentüre öffnen, schlägt uns heftiger Schokogeruch entgegen. So muss es in Wonkas Schokoladenfabrik gerochen haben ...

Der Boden ist labbrig, was daran liegen kann, dass wir die Pizza in einem Aushilfsofen gebacken haben. Der Fladen selbst ist ultraheiß. Wenn man sie sofort isst, verbrennt man sich an ihr den Gaumen – auch das ist wie bei einer gewöhnlichen TK-Pizza.

Aber jetzt zum Geschmack. Das Wichtigste. Die beinahe 1000 Kalorien, die eine Schoko-Pizza mitsich bringt, ließen schon erahnen, dass das Teil keine leichte Kost sein wird. Wir beißen rein. Wir schmecken Schokolade. Und Schokolade. Und Schokolade. Ein bisschen wie ein Pain au chocolat, das man gerade im Ofen aufgebacken hat. Die Zähne sind braun, die Finger kleben.

Der Rand ist schön knusprig, ein guter Kontrast zum sonst ein bisschen zu weichen Gefühl im Mund. Der Schoko-Geschmack ist nicht schlecht, aber ziemlich mächtig. Keiner von uns kann mehr als ein paar Bissen essen. Eine Viertel Pizza maximal. Das Teil ist einfach viel zu schwer.

Die Schoko-Pizza ist ein lustiger Gag, den man auffahren kann, wenn Freunde zu Besuch sind: „Kommt ihr Samstagnachmittag zu Kaffee und Pizza?“ Sie schmeckt okay – was erwartet man schon für 2,69 Euro? Normale Tiefkühlpizza schmeckt auch nicht nach Italienurlaub ... Wenn man zu viert, fünft oder sechst is(s)t, kann man sich so ein Teil also durchaus mal gönnen.

Die Krönung der Konditorenkunst ist sie natürlich nicht. Aber vielleicht lassen sich unsere Lieblings-Pizzerien von ihr ja motivieren und bieten bald Schoko-Pizza aus dem Steinofen an – oder Calzone, die mit deiner Lieblings-Schokolade gefüllt ist, wie jenes Restaurant in London, dass wir bei unserem nächsten Wochenend-Tripp besuchen.

Quelle: Noizz.de