Käsefreunde, ihr müsst jetzt stark sein.

Obwohl in Frankreich jährlich 360 Millionen der kleinen runden Weißschimmelkäse hergestellt werden, verschwindet der Original-Camembert. Er macht laut „Bloomberg“ schon heute nur ein Prozent der gesamten Produktion aus. Das sind zwar immer noch gut dreieinhalb Millionen, aber der Anteil wird offenbar stetig geringer.

Denn echter „Camembert de Normandie AOC“ darf sich nur ein Käse nennen, der in der Normandie aus fetter, ungefilterter Rohmilch von Weidekühen hergestellt wurde.

Käsekrieg

Doch die großen Käseproduzenten wollten Kosten sparen. Deshalb gab es vor zehn Jahren einen „Käsekrieg“. Große Hersteller zogen vor Gericht, weil sie statt Rohmilch günstigere und einfacher zu verarbeitende pasteurisierte (erhitzte) Milch zu Camembert machen wollten. Die Kleinen hingegen wollten die althergebrachte Methode nicht verändern.

Das Gericht entschied zugunsten der Traditionsbetriebe; nur sie dürfen die geschützte Herkunftsbezeichnung verwenden.

Gummi statt geil

Doch das interessiert die Großen wenig, sie produzieren Camembert in Massen. Aber eben die gummiartige, billige Industrieversion. Außerdem kaufen sie laut Bloomberg die kleinen Käsereien und Höfe in der Normandie auf.

Und all das könnte bald das Ende für den ursprünglichen Camembert bedeuten. Doch Buch-Autor Francis Percival hat einen ebenso simplen wie hilfreichen Rat: „Um einer seltenen Sorte beim Überleben zu helfen, musst man sie essen.“

Hier in der Fromagerie Durand gibt's das Original:

Quelle: Noizz.de