Die Corona-Krise bringt nicht nur Menschenleben und Kleinunternehmen in Gefahr, sondern zwingt auch Riesenketten á la Starbucks und McDonald's in die Knie. Gäbe es keinen Drive-Thru, wäre die Pandemie womöglich das Ende von Kaffee und Burgern in Plastik und Pappe zum Mitnehmen. Das sind die katastrophalen Zahlen.

Die weltgrößte Café-Kette Starbucks ist wegen hoher Belastungen durch die Corona-Pandemie in die roten Zahlen geraten. In den drei Monaten bis Ende Juni sorgten Filialschließungen und Verkaufseinbußen für einen Nettoverlust von 578 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse sanken um 38 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar, der flächenbereinigte Umsatz ging weltweit um 40 Prozent zurück.

Trotz der starken Abstriche schlug sich Starbucks noch erheblich besser als von Analysten erwartet. Zudem betonte Vorstandschef Kevin Johnson, dass sich das Geschäft kontinuierlich erhole und die meisten Filialen rund um den Globus inzwischen wieder geöffnet seien. Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit deutlichen Kursgewinnen. Das Unternehmen hatte Investoren bereits im Juni vor milliardenschweren Sonderbelastungen in der Corona-Krise gewarnt. Natürlich ist Starbucks nicht der einzige Verlierer der großen Fast-Food-Ketten.

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Starbucks (geschlossen)

Corona vs. McDonald's – Fast-Food-Riese auf wackeligen Beinen

Die Corona-Pandemie setzt auch dem weltgrößten Fast-Food-Konzern McDonald's weiter stark zu. Im zweiten Quartal brach der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um 68 Prozent auf 412 Millionen Euro ein, wie der Burger-King-Rivale am Dienstag in Chicago mitteilte. Die Erlöse fielen um gut 30 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar, der flächenbereinigte Umsatz in Filialen weltweit um 24 Prozent.

Damit gingen die Verkäufe und das Nettoergebnis stärker zurück als von Analysten erwartet. Konzernchef Chris Kempczinski betonte jedoch, dass sich die Lage mit der Lockerung der coronabedingten Lockdown-Maßnahmen rund um den Globus im Verlaufe des Quartals kontinuierlich verbessert habe. McDonald's sei gut aufgestellt, um erfolgreich und letztendlich gestärkt durch die Krise zu kommen.

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Fast-Food-Drive-Thru & Chill.

Fast Food in Corona-Zeiten: Es lebe der Drive-Thru

Ende Juni seien fast alle der rund 39.000 McDonald's-Filialen weltweit wieder geöffnet gewesen, allerdings bleibt der Geschäftsbetrieb in vielen der Schnellrestaurants begrenzt und dreht sich weiterhin vor allem um Drive-thru, Take-away und Essenslieferungen. Bei Anlegern kamen die Zahlen nicht gut an, die Aktie reagierte vorbörslich zunächst mit deutlichen Kursverlusten.

[Text zusammen mit: dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de