Spoiler: Nicht so, wie er aussieht ...

Normalerweise trinken wir unseren Kaffee Schwarz oder mit Milch. Bei Starbucks kann man sich seinen Kaffee jetzt aber auch mit Stickstoff servieren lassen. Das Ganze nennt sich "Cold Brew Nitro", wird kalt getrunken und kommt aus dem Fass. "Der Cold Brew wird 20 Stunden in großen Behältern kalt gebrüht, erst dann ist er für unseren Kunden bereit", erklärt Starbucks-Kaffee-Master Markus.

Der Nitro-Kaffee wird durch einen Zapfhahn noch mit etwas Stickstoff aufgepimpt - dadurch soll er cremiger und süßer schmecken!

Der direkte Vergleich: Cold Brew Nitro (l.) vs. Cold Brew (r.)

Frisch aus dem Hahn erinnert der Kaffee eher an einen Latte, weil sich der schwarze Kaffee durch den zugegebenen Stickstoff erst mal hell färbt. Der Probiertest zeigt: Der Nitro sieht nicht nur aus wie ein Latte, er schmeckt auch so - und das, obwohl er ganz ohne Milch ist. Für alle Fitness- und Diät-Freaks definitiv eine gute Alternative zum Iced Coffee Latte. Denn Kaffee hat kaum Kalorien, erst Milch und Sirup machen ihn zur Kalorienbombe.

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Was in Deutschland noch als Neuheit gefeiert wird, gehört in den USA schon seit 2011 zu den Standards. Laut Starbucks gehört der Nitro direkt nach dem Latte dort zu den Verkaufsschlagern. Hierzulande kann man den Nitro bisher allerdings nur in wenigen Stores bestellen: München, Berlin, Bremen und Düsseldorf.

Die Stores in München, Düsseldorf, Bremen und Berlin gehören unterdessen zu einem ganz neuen Konzept. Erst vor anderthalb Monaten hat der Starbucks Reserve am Hackeschen Markt in Berlin eröffnet. "Wir bieten hier streng limitierte Premium-Sorten an, die es nur in diesen Stores gibt. Dafür gibt es sogar eine eigene Kaffee-Bar", erklärt Franz Waltl von Starbucks. In diesen Stores bekommt man zwar seinen schnellen To-go-Kaffee, aber eigentlich sollen die Kunden ihren Kaffee hier richtig genießen können. Wer will, kann von Kaffee-Master Markus noch einiges über die Premium-Bohnen lernen.

Erst wird am Kaffee gerochen, dann wird der Kaffee geschlürft - so entfalten sich die Aromen am besten im Mund. Bestenfalls gönnt man sich dazu noch ein Gebäck zu Starbucks-Preisen, die einem die Ohren schlackern lassen. Markus erklärt, dass zum afrikanischen Kaffee besonders gut Zitronenkuchen passt, zu brasilianischem ein Schoko-Brownie. "Wenn man beides zusammen in den Mund nimmt, sollte man sowohl den Kaffee, als auch den Kuchen schmecken können", erklärt Markus.

Kaffee aus Brasilien und Schokolade sind eine gute Kombination

Mit den Reserve Stores will Starbucks vor allem Liebhaber ansprechen, die das Gebräu nicht nur als Wachmacher nutzen, sondern jeden Schluck zelebrieren. Damit wollen sie auf den Kaffee-Hype aufspringen, der sich seit einigen Jahren in Großstädten verbreitet. Man kann nicht mehr einfach nur einen Filterkaffee trinken, es muss schon der Kaffee aus der French Press sein (den es in den Resvere-Stores übrigens auch gibt) ... und dann am besten auch noch aus einem Land, das gar nicht unbedingt für Kaffee bekannt ist ... und, und, und.

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Wer einfach nur seinen normalen Latte will, kriegt ihn auch günstiger an jeder anderen Ecke. Der Geschmackstest zeigt: Meine Geschmacksnerven sind offenbar noch nicht für den ultimativen Kaffeegenuss bereit, der hier versprochen wird - für mich schmecken fast alle Sorten gleich.

Ich liebe Kaffee - einen Unterschied schmecke ich allerdings nicht
  • Quelle:
  • Noizz.de