Geschlossene Bars, abgesagte Feste und Großveranstaltungen haben den Brauereien in Deutschland schwer zugesetzt. Der Bierabsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 302,5 Millionen Liter gesunken. Warum Säufersolidarität jetzt besonders wichtig ist.

Die Corona-Pandemie hat den Bierabsatz in Deutschland deutlich gedrückt: Die Brauereien und Bierlager verkauften im ersten Halbjahr dieses Jahres nur rund 4,3 Milliarden Liter alkoholhaltiges Bier und Biermischgetränke. Das sind 6,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Der Deutsche Brauer-Bund warnt nun vor Einschnitten, auch nach Ende der pandemiebedingten Beschränkungen. Bedeutet: Leute, die Existenz des Bieres ist in Gefahr!

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"Geschlossene Bars und Restaurants, abgesagte Feste und sonstige Großveranstaltungen sorgten besonders in den Monaten April und Mai für einen starken Rückgang beim Bierabsatz", erklären nun Statistiker. Seit der Lockerung der Beschränkungen erhole sich der Markt aber wohl wieder.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, sah die Branche dennoch "in einem der schwierigsten Jahre ihrer Geschichte". Einzelne Betriebe hätten in den vergangenen Monaten Umsatzrückgänge von bis zu 90 Prozent verbucht, die nicht mehr auszugleichen seien.

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Eichele warnte vor einem nachhaltigen Strukturwandel in der Gastronomie, der den deutschen Biermarkt verändern werde: "Viele Kneipen, Bars, Clubs und Restaurants werden aufgeben müssen. Viele Innenstädte werden leerer, weil sich auch das Ausgehverhalten der Menschen verändert." Langfristig betrachtet geht der Bierabsatz in Deutschland laut Statistik aber seit Jahren kontinuierlich zurück.

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Quelle: Noizz.de