Denn: Das Bier wird immer teurer.

Wer den Film „The World’s End“ mit Simon Pegg und Nick Frost gesehen hat, weiß: Ein Brite ohne Bier, ein Brite ohne Pub ... bedeutet eigentlich nichts anderes als das Ende der Welt!

Diese bisher Film-fiktive Annahme könnte allerdings alsbald Realität werden, denn ein Interessensverband der traditionellen britischen Bierbrauer und Pub-Besitzern warnt: Bald könnte das große Kneipen-Sterben einsetzen.

Eine Studie des Meinungsforschungsinstitutes YouGov hat nämlich den nächsten Schocker nach steigenden Bierpreise. Auf die Frage, ob das Pint in einem britischen Pub erschwinglich ist, antworteten 45 Prozent der Befragten mit „eher unerschwinglich“ und 11 Prozent gar mit „höchst unerschwinglich“. Die Umfrage fand im Auftrag der Lobby-Organisation Camra (Campaign for Real Ale) statt.

Dem „Guardian“ zufolge kostet ein Pint in London derzeit durchschnittlich 5,80 Euro, außerhalb der Hauptstadt müssen Pub-Besucher 3,94 Euro auf den Tresen legen.

Schuld daran sind nach Ansicht von Camra vor allem die verschiedenen Abgaben, die in Großbritannien auf alkoholische Getränke in Pubs erhoben werden. „Biertrinker werden sich naturgemäß nach günstigeren Wegen umsehen, um einen Drink zu genießen, wie zum Beispiel den Einkauf beim Spirituosenhändler und Supermarkt für Zuhause“, sagte die Camra-Vorsitzende Jackie Parker.

Bereits im Herbst sollen die Abgaben pro Pint erneut um zwei Pennys steigen.

Die Zahl der Pubs in Großbritannien nimmt seit Jahrzehnten stetig ab. Dem Branchenverband „British Beer and Pub Association“ zufolge liegt das an den stark gestiegenen Bierpreisen. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist der Preis für ein Pint im Pub demnach um rund 28 Prozent nach oben geklettert. Aber mal ehrlich: Die Atmosphäre eines Pubs gibt es zuhause aber nicht.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de