„Gegen braune Flaschen.“

Nach den Hitlergrüßen und „Ausländer raus!“-Chören von Chemnitz tobt das Netz nach wie vor. Viele Menschen haben sich auf Twitter gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit positioniert. Die Bremer Brauerei Beck's will von den Ereignissen jetzt wohl ein wenig profitieren. Sie nutzen die rechtsextremen Tumulte für eine neue Kampangne.

Mit dem Spruch „Gegen braune Flaschen“ soll ein Zeichen gegen „Braun“ gesetzt werden – also gegen Rechtsextremismus. Dass die Brauerei, die ihr Bier in grünen Flaschen abfüllt, damit auch gegen etwaige Konkurrenz stichelt, nimmt sie offenbar in Kauf.

Beck's

Die meisten feiern die Aktion:

Auch andere Unternehmen haben in der Vergangenheit die Diskussion um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in ihre Marketing-Kampangen miteinbezogen. So zum Beispiel Fritz Kola:

Auch das Mietwagen-Unternehmen Sixt nutzte damals die Diskussion um Alexander Gauland und seinen Spruch gegen den in Berlin geborenen DFB-Nationalspieler Jerome Boateng. Der Vater von Boateng kommt aus Ghana, die Mutter aus Deutschland. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte der AfD-Chef Gauland damals: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ Dies sorgte für ordentlich Wirbel.

Quelle: Noizz.de