Während Athleten in Südkorea um Medallien kämpfen, warten diese Hunde auf ihren Tod

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Während bei Olympia gefeiert wird, warten diese Hunde auf ihren Tod (Montage: Noizz.de) Foto: Andy Wong, Klaus-Dietmar Gabbert / dpa picture alliance

So brutal ist der Hundefleischhandel in Südkorea!

Während bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Athleten aus aller Welt um Medaillen kämpfen, leben in Südkorea immer noch unzählige Hunde auf Hundefleischfarmen und warten auf ihren Tod.

Laut der Tierschutzorganisation „Human Society International“ (HSI) gibt es in Südkorea etwa 17.000 solcher Farmen, auf denen jährlich 2,5 Millionen Hunde für den menschlichen Verzehr gezüchtet werden.

Die Tiere fristen ein trauriges Dasein in kahlen Drahtkäfigen: Nur einmal am Tag bekommen sie Wasser und Essensreste – menschliche Zuneigung und tierärztliche Versorgung bleiben ihnen verwehrt. Viele Hunde sitzen in ihren Fäkalien, verbringen endlose Tage stehen oder sitzend auf den dünnen Drahtgeflechten, sind abgemagert, schwanger oder verwundet.

Auf den lokalen Hundemärkten werden die (noch lebenden) Tiere dann zum Verkauf angeboten. Hat sich ein Käufer entschieden, werden die Hunde auf brutalste Weise getötet: Elektroschocks, Schläge oder ein Schnitt durch die Kehle lassen sie qualvoll verenden. Bis zu zwanzig Minuten kann dieses Martyrium dauern.

Um den brutalen Hundefleischhandel zu bekämpfen, ohne den Hundefarmern die Lebensgrundlage zu nehmen, erarbeitet die Tierschutzorganisation gemeinsam mit den Farmen alternative Geschäftsmodelle, wie etwa den Handel mit Wasser oder den Anbau von Blaubeeren.

Und auch den olympischen Athleten ist das Thema nicht gleichgültig. So äußerte sich die kanadische Eiskunstläuferin Meagan Duhamel gegenüber CNN: „Jede Fleischzucht ist falsch, ob es Kühe, Schweine oder Hunde sind. Natürlich ist das Schlachten und Essen von Hunden in unserer nordamerikanischen Kultur so weit von unserer Realität entfernt.“

Und auch Olympiasieger Gus Kenworthy würde dem Hundefleischhandel gerne ein Ende bereiten: "Ich werde mich auf meinen Sport konzentrieren und während ich dort bin, würde ich gerne versuchen, auf die Hunde aufmerksam zu machen. Ich würde liebend gerne einen Hund mitbringen."

Einen kleinen Lichtblick gibt es sogar von Seiten der südkoreanischen Regierung: Präsident Moon Jae-in hat kürzlich einen aus einer Fleischfarm geretteten Schutzhund adoptiert. Bis Hundefleisch ganz von der Speisekarte traditioneller koreanischer Restaurants verschwindet, wird es allerdings noch eine ganze Weile dauern.

Quelle: Noizz.de

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