Irgendwann liegt das Tier leblos am Boden.

Wombats sind rundliche Pflanzenfresser aus Australien. Sie werden gerade mal 1,2 Meter lang und haben kurze Beine. Ein solches Wombat hat ein Polizist in seiner Freizeit vor laufender Kamera gesteinigt. Dieses Video geht nun viral – und löst eine heftige Debatte über ein veraltetes Gesetz aus.

In dem Video, das Tierschützer der "Wombat Awareness Organisation" bei Facebook hochgeladen haben, ist zu sehen, wie der Mann auf einer Straße ein Wombat mit Steinen bewirft, bis das Tier offenbar leblos liegen bleibt. Gefilmt wird er dabei von einem Komplizen, der ihn auch noch anfeuert.

Bei dem Tierquäler handelt es sich nicht nur um einen Polizeibeamten in Zivil, sondern auch um einen Aborigine. Laut Gesetz ist Aborigines in Australien das Töten von Tieren mit Steinen als traditionelle Form der Jagd erlaubt. Gegen diese Praxis hat die "Wombat Awareness Organisation" nun eine Petition gestartet. Das Steinigen von Tieren widerspreche dem Tierschutzgesetz, heißt es darin. Bis zum Donnerstagmittag hatte die Petition zur Änderung der Gesetzeslage mehr als 50.000 Unterschriften.

Der Stammesälteste Jack Johncock sagte dem US-Sender "ABC", das Steinigen von Tieren sei "eine von vielen Methoden", mit denen Ureinwohner Tiere zum Essen töteten. Die Petition zeige "fehlendes Verständnis für kulturelle Praktiken".

"Ich finde die Handlungen, die in dem Filmmaterial zu sehen sind, zutiefst abscheulich und inakzeptabel", sagte der Polizeichef von South Australia, Grant Stevens zu der Aktion. 

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[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de