„Verpiss dich!“: Papageien-Dame beschimpft Retter

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Der Papagei wurde etwas aggro bei der Rettungsaktion. Foto: PAUL WOOD/LFB / Twitter

Immer wieder schön, einem Individuum bei der Selbstbestimmung zuzusehen.

Das Leben als Haustier könnte so geil sein. Das Essen kommt regelmäßig auf den Tisch beziehungsweise in den Pott oder Trog. Man erfreut sich einer kostenfreien Unterkunft und etlichen Möglichkeiten, seinen Main-Skill lobwirksam einzusetzen: das Süßsein.

Einziges Manko: So richtig selbst entscheiden, wann und wohin es geht, das ist als flauschiger Mitbewohner eines Homo Sapiens leider nicht drin.

Richtig nervig, dachte sich jetzt auch Papageien-Dame Jessie und nahm ihr Schicksal in Sachen Freiflug kurzerhand selbst in die Kralle. Wie sehr der Ara seine neu gewonnene Freiheit genoss, bekam vor allem der zur Rettung ausgesandte Feuerwehrmann zu spüren. Er solle sich doch verpissen.

Details zu Jessies Entkommen aus ihrem heimischen Käfig im britischen Edmonton wurden leider nicht übermittelt. Klar scheint aber: Die türkis- und gelbfarbene Federfrau hatte vor, ihren Selbstbestimmungs-Trip recht groß aufzuziehen. Der bereits dreitägige Urlaub auf dem Dach eines Nachbars fand jedoch ein jähes Ende, als die örtliche Feuerwehr zur Rettung ansetzte.

„Man machte sich Sorgen, dass sie sich vielleicht verletzt hatte und deshalb nicht herunter gekommen war“, erklärte Feuerwehrmann Chris Swallow gegenüber „The Telegraph“.

In Sorge um die käfig-emanzipierte Jessie stellte die Feuerwehr schnell einen Freiwilligen. Ausgestattet mit einer Schüssel Essen, einem weißen Frotteehandtuch und dem gut gemeinten Rat des Besitzers, den Vogel mit einem emotionsgeladenen „Ich liebe dich“ zur Heimkehr zu überreden, fand die Aktion zunächst höchsten Anklang.

Jessie reagierte tatsächlich mit „Ich dich auch“. Reine Schikane, wie sich schnell herausstellte. „Wir durften dann feststellen, dass Jessie eine kleine Stänkerin ist und nicht aufhörte zu fluchen – amüsierte uns sehr“, so Swallow. Jessies Kampf für ihre Freiheit äußerte sich in etlichen „Verpiss dich’s“.

Verletzt hatte sich Jessie übrigens nicht. Die Abenteurerin konnte ihre Protestreise sogar auf zwei weitere Stationen ausweiten. Sie flatterte zunächst auf ein weiteres Dach und wurde erst dann ihrer Freiheit beraubt, als sie sich anschließend auf einem Baum niederließ. Urlaub vorbei.

Quelle: Noizz.de

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