Vater baut Freizeitpark für seine behinderte Tochter

Hannah Schwär

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Morgan's Wonderland Foto: Morgan's Wonderland / Instagram

Es soll ein Ort der Inklusion sein.

Die Geschichte von Morgan's Wonderland beginnt an einem Hotelpool im Jahr 2005. Der Amerikaner Gordon Hartman beobachtete seine damals 11 Jahre alte Tochter Morgan beim Planschen. Dabei merkte er, wie sich die anderen Kinder befremdet von seiner behinderten Tochter abwandten.

In dem Moment sei ihm klar geworden, dass es noch viel zu wenig inklusive Freizeiteinrichtungen gebe. Und er schmiedetet mit seiner Frau einen Plan:

„Wir wollten einen Freizeitpark bauen, in dem jeder alles machen kann und wo Menschen mit und ohne Behinderung spielen können“, sagt Hartman in einem Interview mit der BBC.

Heute ist Morgan 23 Jahre alt und Namensgeberin von Morgan's Wonderland – dem weltweit ersten barrierefreien Freizeitpark in San Antonio, Texas.

Der Park ist etwa so groß wie 25 Fußballfelder und ist komplett barrierefrei. Zu den Attraktionen zählen eine Rollstuhl-Schaukel, ein Riesenrad, ein Wasserpark und ein Abenteuerspielplatz.

Morgan's Wonderland wurde im Jahr 2010 eröffnet und hat insgesamt 34 Millionen Dollar gekostet. Das Geld dafür sammelte Hartman mit seiner Stiftung „The Gordon Hartman Family Foundation“ ein.

Seit der Eröffnung haben nach Hartmans Angaben mehr als eine Million Menschen den Park besucht. Dennoch rechnet sich der Park nicht: Pro Jahr macht er etwa 1 Million Dollar an Verlusten. Mit Hilfe von Spenden kann der Betrieb dennoch weiter gehen.

Für Menschen mit Behinderung ist der Eintritt kostenlos, die erwachsene Begleitung zahlt knapp 17 Dollar.

Quelle: Noizz.de

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