Oh nein, nicht unsere geliebten Schnabeltiere!

Lange haben die Schnabeltiere uns in Sicherheit gewiegt. Doch jetzt kommt raus: Alles Lüge. In Australien wurden immer wieder Vertreter der niedlichen Art mit den Schnäbeln und Patschefüßen gesichtet. Kein Grund zur Sorge? Wrong, wrong wrong.

Eine neue Studie, die über Jahrhunderte gesammelte Daten ausgewertet hat, ist zu dem Schluss gekommen ist, dass die Zahl der Schnabeltiere drastisch gesunken ist. Die Gründe: sie wurden gejagt, haben ihren Lebensraum verloren und jetzt kommt auch noch der Klimawandel. "Dem Schnabeltier geht es schon eine ganze Weile lang schlecht, direkt vor unserer Nase", sagt Tahneal Hawke, Doktorandin an der University of New South Wales laut National Geographic. "Es gibt riesige Gebiete, bei denen wir nicht wissen, ob es dort überhaupt Schnabeltiere gibt und wenn ja, wie viele."

Schon in den 80ern warnten Forscher vor den immer kleiner werdenden Populationen der Schnabeltiere. Es passierte – nichts. Wissenschaftler starteten jedoch in den 80ern und 90ern langfristige Beobachtungs- und Dokumentationsprogramme, die verlässliche Daten Daten über die dramatische Situation der Schnabeltiere lieferten.

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"Wir überwachen Schnabeltiere seit 1995", sagte Tiana Preston, eine Mitarbeiterin von Melbourne Water, einer staatlichen Behörde in Victoria zur ökologischen Planung von Wasserressourcen. "Ihre Zahl ist seitdem nachweislich gesunken."

Und warum bemerkt niemand ihr Verschwinden?

Grund Nummer 1: Schnabeltiere sind scheue, nachtaktive Tiere. Es ist schwer, sie zu finden und zu zählen. Von daher ist es nicht ungewöhnlich, ihnen nicht ständig über den Weg zu laufen.

Grund Nummer 2: Niemand hat sie beachtet. Einfach, weil die Tiere als weit verbreitet galten, hatte niemand ein Auge drauf, ob ihre Anzahl schrumpft. Im Laufe der Zeit wurde wohl einfach vergessen, wie viele es einmal von ihnen gegeben hat und man hat einfach angenommen, dass sich ihre Anzahl nicht groß verändert hat – ein Phänomen, das man in der Umweltforschung als "shifting baseline" bezeichnet.

Das Schnabeltier ist nicht nur eins von vielen Tieren, die nach und nach aussterben, es ist ein wahres Wunder der Natur: Es ist eines der letzten noch lebenden eierlegenden Säugetiere der Welt. Und ganz schön geheimnisvoll ist es auch noch: In seinem Gift befinden sich Stoffe, die möglicherweise Diabetes heilen könnten und ihre Milch enthält lebensrettende Antibiotika.

Und was kann der Mensch? Hä? Hä? Nichts davon. Und das ist nur einer der Gründe, warum wir dieses Tier nicht aussterben lassen dürfen.

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Quelle: Noizz.de