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Der wohl größte Horror für Familien mit Haustier: Der eigene Familienhund wird gepfändet, weil man Schulden hat. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, wird der Hund dann kurze Zeit später bei eBay-Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten. Du wirst deinen treuen Begleiter nie wiedersehen. Passiert ist das der Familie Kirschnik in Ahlen.

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Sie hatte Schulden bei der Stadt, woraufhin nach mehreren Mahnungen ein Mitarbeiter der Stadt vor der Tür stand – zur Pfändung. Und er fand? Nichts. Außer eben Mops-Dame Edda, die als reinrassiger Zuchthund einen hohen Wert habe. Also wurde der Hund gepfändet.

Der Lokalzeit Münsterland beim WDR sagte Dirk Schlebes, Kämmerer der Stadt Ahlen, die Pfändung von Haustieren sei an sich nicht zulässig, man sehe sich in diesem Falle aber im Recht:

Wenn bei einem Schuldner nicht mehr anderes zu holen ist, ist es grundsätzlich in Betracht zu ziehen aufgrund des hohen Wertes.

Besonders pikant an der Geschichte sind die Lebensumstände der Familie Kirschnik: Der Vater sitzt im Rollstuhl und sie haben drei Kinder, dazu noch die Steuerschulden – unter anderem, weil sie die Hundesteuer nicht bezahlt haben. Viele Menschen empfinden das als ungerecht, da der Hund den Zusammenhalt der Familie fördere und wie ein Familienmitglied behandelt wird. Trotzdem wurde der Mops vom Stadtbeamten für 750 Euro bei Ebay verhökert, angeblich als „kerngesund“ laut Kleinanzeige.

Die neue Hundebesitzerin hat da andere Erfahrungen gemacht und will die Stadt Ahlen nun wegen arglistiger Täuschung verklagen. Sie lebt in Wülfrath und habe schon kurz nach dem Kauf im Dezember 2018 festgestellt, dass das Tier eine Augenverletzung hat. Sie will die Behandlungskosten, rund 1.800 Euro sowie den Kaufpreis zurückfordern. 

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Quelle: Noizz.de