Die Spezies ist mehr als 80 Millionen Jahre alt.

Wissenschaftler haben an der portugiesischen Algarve-Küste einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Ein Kragenhai – auch Schlangenhai genannt – ist ihnen ins Netz gegangen, wie der TV-Sender Sic Noticias berichtete. Er ist halb Schlange, halb Hai. Und somit für viele wohl eine echt Horrorvorstellung.

Die Forscher des portugiesischen Instituts für Meer und Atmosphäre waren gerade auf einem Fangschiff vor dem Ort Portimão unterwegs. Das Ziel ihrer Arbeit war es, die Anzahl der Fische, die bei der kommerziellen Fischerei ungewünscht ins Netz gehen, zu verringern.

Doch jetzt redet niemand über ihr Projekt, sondern über die Entdeckung: „ein lebendiges Fossil“, wie sie es nannten. Fossilienfunde belegen, dass die Art bereits vor 80 Millionen Jahren existiert hat. Sie geht also bis ins Zeitalter von T-Rex und Co. zurück.

Der Kragenhai ähnelt einem Aal und ist etwa anderthalb Meter lang. Sein Gebiss besteht aus 300 Zähnen und sieht ganz schön furchteinflößend aus. Die Art kommt in etwa 700 Meter Tiefe im Atlantik und vor Australien, Neuseeland und Japan vor.

Das Gebiss des Kragenhais besteht aus 300 Zähnen Foto: Marián Torres / IPMA

Es ist nicht bekannt, warum und wie dieses prähistorische Wesen überlebt hat. Man weiß auch nicht, wie viele es von ihnen noch gibt. Fakt ist, sie werden extrem selten gesichtet. Und wenn, dann sind sie meistens tot. Das letzte Mal, dass Aufnahmen von einem Kragenhai gemacht werden konnten, war 2007 in Japan.

Laut der BBC hat Samuel Garman, der erste Wissenschaftler, der Kragenhaie untersucht hat, die Theorie aufgestellt, dass die schlangenähnliche Kreatur Seefahrer zu ihren Geschichten über Seeschlangen inspiriert hat.

Für Menschen ist der Hai ungefährlich. Er ernährt sich vor allem von Tintenfischen und Kopffüßern. Trotzdem möchte man diesem Artgenossen beim Strandurlaub eher nicht begegnen.

[Teaserbild: Citron/CC BY-SA 3.0]

Quelle: BBC