Es trägt den lustigen Namen "Blob".

Der Pariser Zoo präsentiert diese Woche einen neuen mysteriösen Organismus: Der "Blob", ein gelber, einzelliger Organismus irgendwo zwischen Pilz und Tier, hat zwar kein Gehirn, dafür aber 720 Geschlechter – viele davon Zwischenformen zwischen männlich und weiblich. Ebenfalls fehlen ihm Mund, Magen und Augen, was ihn aber nicht davon abhält, Nahrung in Form von Bakterien und anderen Pilzen aufzunehmen und zu verdauen. Daher nicht überraschend, dass er sich auch ohne Beine oder Flügel mühelos fortbewegen kann.

Von außen betrachtet gibt es also so Einiges, was dem "Blob" fehlt. Das macht dieser aber mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wieder wett: Er kann sich innerhalb von zwei Minuten selbst heilen, wenn man ihn in der Mitte durchschneidet. Auch ohne Gehirn kann er lernen, findet in Labyrinthen immer den kürzesten Weg, und wenn man zwei Blobs miteinander vermischt, überträgt das eine sein Wissen an das andere. Not bad.

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Der "Blob" wird aktuell im Pariser Zoo neben dem Schildkrötengehege ausgestellt und von drei Gärtnern gepflegt. Der Direktor des Pariser Naturkundemuseums, Bruno David, zeigt sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters begeistert: Wahrscheinlich handelt es sich beim Blob um einen Schleimpilz der Gattung Physarum polycephalum. Für David ist das Wesen dennoch eines der Mysterien der Natur: "Es ist definitiv keine Pflanze, aber wir wissen nicht sicher, ob es sich um ein Tier oder einen Pilz handelt", so David. "Es sieht aus wie ein Pilz, aber handelt wie ein Tier."

Benannt ist der Blob übrigens nach dem gleichnamigen Horrorfilm aus den 1950er Jahren. In dem Film frisst ein Außerirdischer namens Blob alles auf, was ihm in die Quere kommt. Wie charmant.

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  • Quelle:
  • Noizz.de