Technisch gesehen sind sie bereits tot.

Das Artensterben bahnt sich seinen Weg und macht dabei keine Gefangenen. Nach einem neuen Bericht der Australischen Stiftung für Koalas ist die Spezies technisch gesehen ausgestorben.

Technisch gesehen? In freier australischer Wildbahn leben derzeit noch etwa 80.000 Koalas. Was erst mal nach einer stolzen Summe klingt, ist in Wahrheit katastrophal und könnte die letzte lebende Generation freier Koalas sein, die diese Welt erlebt.

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"Technisch gesehen ausgestorben" bedeutet, dass es zwar noch lebende Exemplare gibt, ihre Anzahl aber so gering ist, dass sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr fortpflanzen können. Gründe dafür können fehlende Brutplätze sein,oder eine derart geschrumpfte Population, dass zukünftige genetische Krankheiten den Tod bedeuten. Im Falle der Koalas ist es beides.

Seit 2012 stehen die knuffigen Beutelsäuger auf der internationale roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. 2017 hat "WWF" einen Bericht veröffentlicht, nachdem seit 1990 über 80 Prozent des weltweiten Koalabestands verschwunden ist.

Grund für ihr Massensterben ist die Rodung ihres Lebensraums und der Klimawandel. Die Bären (die eigentlich gar keine sind) finden immer weniger natürliche Habitate und leiden stark unter Hitzewellen. Allein im letzten Jahr starben tausende Koalas wegen Hitzewellen an Dehydration.

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Quelle: Noizz.de