Damit hatten die Wissenschaftler nicht gerechnet.

Seit WhatsApp und Co. gehören teure SMS-Gebühren eigentlich der Vergangenheit an. Eigentlich. Denn für ein Team russischer Ornithologen stellen Mobilkosten ein sehr aktuelles Problem dar: Die Vogelforscher hatten Steppenadler mit mobilen Ortungsgeräten ausgestattet, die in regelmäßigen Abständen per SMS den Standort der Tiere melden.

Pech für die Forscher: Nicht alle der 13 Vögel kehrten nach dem Sommer wie erwartet aus Kasachstan nach Russland zurück. Einige Adler entschieden sich stattdessen unerwartet für einen Abstecher in den Iran und nach Pakistan – was die Forscher aufgrund der hohen Roaminggebühren fast in den Ruin trieb. SMS aus dem Iran sind nämlich bis zu 25-mal so teuer wie aus dem russischen Mobilfunknetz.

"Völlig pleite"

"Wir waren völlig pleite und mussten einen Kredit aufnehmen, um das Projekt weiter zu finanzieren", berichtete Projektleiter Igor Karjakin laut "Welt" am vergangenen Freitag. "Diese Tiere waren den ganzen Sommer in Kasachstan außer Reichweite und nun, da sie den superteuren Iran und Pakistan erreicht haben, spucken sie hunderte von SMS zu ihren Standorten aus."

Um das Projekt doch noch zu retten, starteten die Forscher einen Spendenaufruf im Internet. Ihr Glück: Die witzige Story verbreitete sich schnell online und die Ornithologen sammelten genug Geld, um die Studie mindestens bis Jahresende fortzusetzen."Die Leute schicken immer noch Geld, also gibt es Hoffnung, dass wir die Adler-SIM-Karten in Gang halten können, bis sie im Frühsommer nach Russland zurückkehren", so Karjakin.

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Quelle: Noizz.de