Er ist also weltweit der erste Fluss mit eigenen Rechten.

Ein Richter auf Neuseelands Nordinsel hat dem Whanganui-Fluss den Status zugesprochen, es ist also ein Gewässer mit Menschenrechten. Die Ureinwohner der Gegend, die Whanganui Iwi, sehen den Fluss bereits seit Jahrhunderten als Person an. Jetzt wurden sie vom Gericht bestätigt. Dieser Fluss ist jetzt eine Person!

Was sich für uns weird anhört, ist es eigentlich gar nicht. Immerhin haben hier Stiftungen, Vereine und AGs denselben Status. Allesamt juristische Personen.

Die Maori verehren den Fluss seit Jahrhunderten und sehen in ihm einen mystischen Urahnen. „Die Sicht der vergangenen 100 Jahre ist, dass man den Fluss besitzen und managen kann. Doch für uns ist er ein lebendes Wesen, ein unteilbares Ganzes“, erklärt der Verhandlungsführer der Maori vor Gericht, Gerrard Albert.

Wie unsere GmbHs oder Stiftungen, kann sich aber auch der Fluss nicht persönlich vertreten. Also werden ihm zwei Vertreter an die Seite gestellt, zwei echte Menschen. Eine von den Whanganui Iwi und die andere kommt von der neuseeländischen Regierung.

Quelle: Noizz.de