Ryanair streicht noch mal 150 Flüge

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Eine Ryanair-Maschine auf dem Rollfeld am Flughafen Frankfurt-Hahn. Foto: andreas arnold / dpa dpa Picture-Alliance

Schlechte Nachrichten für alle Sonnenhungrigen mit Fernweh.

Bei den Mitarbeitern der Billig-Airline Ryanair stehen alle Zeichen auf Streik. Egal ob Piloten, Crew, Bodenpersonal – alle legen die Arbeit nieder.

Das größte Problem dabei für die Reisenden: Die Streiks beschränken sich nicht auf das jeweilige Land, das den Streik ausgerufen hat – sondern haben Auswirkungen auf den gesamten europäischen Reiseverkehr. So wird es auch diese Woche wieder zu massiven Einschränkungen kommen.

Diesmal im Streikmodus: die Piloten. Für Freitag haben bereits die Pilotengewerkschaften aus Schweden, Irland und Belgien Arbeitsniederlegungen angekündigt. Ryanair hat 146 von rund 2.400 geplanten Europaflügen abgesagt. Betroffene Passagiere werden umgebucht oder ihnen der Ticketpreis erstattet. Darüber hinaus gehende Entschädigungen lehnt Ryanair ab. Ob Flüge nach oder von deutschen Flughäfen betroffen sind, ist nicht bekannt.

Und es könnte noch dicker kommen: Das Management der Airline rechnet damit, dass sich die deutschen Piloten dem Freitagsstreik anschließen könnten. Dadurch würde es zu weiteren Flugabsagen kommen. Die Vereinigung Cockpit, die die deutsche Ryanair-Piloten vetritt, wollte sich bisher nicht zu einem Termin äußern. Sie hat sich selbst eine Vorankündigungsfrist von 24 Stunden gesetzt. Das bedeutet, dass ein Streik in Deutschland frühestens am Donnerstagmittag beginnen könnte.

Bei der europaweit geführten Auseinandersetzung geht es um die Bezahlung, aber auch um die Arbeitsbedingungen bei der Billig-Airline. Das Unternehmen hatte Ende 2017 erstmals Gewerkschaften als Verhandlungspartner anerkannt. Vor knapp zwei Wochen hatte ein 48-stündiger Streik der Flugbegleiter Reisende in mehreren europäischen Ländern getroffen.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: dpa