Und zwar an sieben Flughäfen.

Wäre ja auch zu schon gewesen, wenn der Ryanair-Streik spurlos an den deutschen Flughäfen vorbeigezogen wäre: Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur fallen bereits am Mittwoch, dem ersten Streiktag in Belgien, Portugal und Spanien, Verbindungen an mehreren deutschen Flughäfen aus. Besonders stark betroffen ist Köln/Bonn mit jeweils acht abgesagten Starts und Landungen.

In Berlin-Schönefeld wurden für die beiden Tage zusammen sieben Verbindungen abgesagt, weitere könnten laut Flughafenbetreiber aber noch folgen. An anderen Flughäfen wie Memmingen, Nürnberg, Hamburg, Bremen Dortmund oder Weeze hat Ryanair einzelne Flüge gestrichen. Immer sollte es zu Zielen in Spanien oder Portugal gehen. Keine Flugabsagen gab es zunächst in München, Stuttgart und Frankfurt.

Ryanair ist quasi doppelt gef*ckt

Das irische Unternehmen hatte sich in der vergangenen Woche geweigert, eine komplette Liste der wegen des Streiks gestrichenen Flüge herauszugeben. Die betroffenen Kunden würden informiert, alle anderen könnten davon ausgehen, dass ihre Flüge stattfinden, hieß es. Ryanair hat für beide Tage in seinem Europanetz jeweils 300 Flüge abgesagt, rund 12 Prozent des täglichen Angebots.

Erst heute musste Ryanair einen 24-Stunden-Streiks irischer Piloten aussetzen – und deswegen 16 Flüge zwischen Irland und Großbritannien streichen. Die deutschen Gewerkschaften für Piloten und Flugbegleiter haben bislang keinen Arbeitskampf bei Ryanair ausgerufen.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: dpa