Das Wetter ist keiner davon.

Eine Reise, die ist lustig, eine Reise, die ist schön, ja es macht so viel Spaß, nach London zu gehn.

Der Brexit bringt die Europäische Union durcheinander: helle Aufregung in den Hinterzimmern der Politiker, Angst unter ausländischen Arbeitnehmern auf der Insel, Torschlusspanik unter traditionellen London-Urlaubern.

Doch es ist gibt auch positive Seiten des Brexit-Desasters: Wie der Buchungsportal-Anbieter „eDreams Odigeo“ in seinem „European Travellers Report 2017“ feststellte, war die Stadt an der Themse eines der Top-Reiseziele der Europäer.

2017 stiegen die Buchungen nicht nur leicht, sondern massiv an. 24 Prozent mehr Buchungen verzeichnete der Anbieter, zu dessen Portalen unter anderem „Opodo“ gehört. Und das nicht TROTZ, sondern WEGEN des Brexit. Warum denn das?

Londonreisen sind durch den für Europäer niedrigen Pfund-Kurs so günstig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Heute bekommt man für 100 Euro circa 87 Pfund. Am Tag der Abstimmung (23. Juni 2016) waren es nur 76 Pfund. Ideal fürs Shoppen in der Metropole!

Doch es gibt, neben den Ersparnissen beim Shopping, viele Gründe, um einen Wochenende-Städtetrip nach London zu unternehmen. Wir haben hier 5 für euch gesammelt. Lasst euch inspirieren!

1. Flieg mein Schatz, flieg – denn es ist billig!

Wegen des tollen Wechselkurses lässt sich in London das ein oder anderen Schnäppchen machen. Doch erstmal müsst ihr ja hinkommen. Zum Glück gibt es aus Deutschland mehrere Fluggesellschaften, die die fünf Flughäfen der Hauptstadt (Heathrow, Stansted, Luton, Gatwick, City) anfliegen. Wählt einfach das günstigste Angebot von EasyJet, RyanAir oder Germanwings aus.

Denn das kann ein richtiger Schnapper werden: Bucht ihr ein paar Monate im Voraus, könnt ihr Hin- und Rückflug für unter 30 Euro buchen. Für Spontan-Urlauber wird es etwas teurer – dann seid ihr mit circa 100 Euro für die zwei jeweils zweistündigen Flüge dabei. Geht aber immer noch schlimmer!

2. London ist DIE Museums-Stadt – und sie sind alle kostenlos!

Museen sind langweilig und angestaubt? Falsch! Zumindest nicht, wenn sie in London stehen! Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei: Ihr habt Lust auf Geschichte, dann geht ins riesige „British Museum“.

Oder seid ihr eher an Kunst interessiert? Dann wartet das großartige „Tate Modern“ auf euch. Auch für Weltkriege „Imperial war Museum“, Sport „Wimledon Lawn Tennis Museum“, interaktive Wissenschaft „Science Museum“ oder Riesendino-gucken „Natural History Museum“ gibt es spannende Ausstellungen.

Alleine durch sie lässt sich ein gesamtes Wochenende an der Themse verleben. Und das Beste: Die meisten Museen in London sind kostenlos! Aber keine Sorge: Wir verteufeln euch nicht, wenn ihr nicht alle abklappert. Versprochen!

3. Die Standards: Tower, Piccadilly und Big Ben

Buckingham Palace, Tower of London, Westminster, Piccadily Circus, Trafalgar Square, Big Ben. Ja, diese Orte sind allen Menschen bekannt – und doch will sie jeder gesehen haben. Ob zur weihnachtlichen Winterszeit oder im warmen Sommer, die Wahrzeichen der Metropole verlieren ihren Charme nie. Man sollte sie einmal gesehen und genossen haben. Quasi als „Bucket List“. Natürlich könnt ihr auch das „London Eye“ nutzen, um die Stadt von oben zu erkunden.

Oder ihr geht zur „Abbey Road“ und begebt euch auf Spurensuche nach der besten Band der Welt: The Beatles! (Auch wenn sie aus Liverpool kommen).

4. Die Mischungs machts: Kultur, Essen & Trinken

London ist berühmt für seine kulturelle Szene. In manchen Stadtteilen liegen Musicals und Theater Tür an Tür. Unsere Empfehlung für einen fantastischen Abend: Ab nach Soho. Gemütlich in einem süßen Cafè die Kunst der Barrista genießen, dann schnell ein frischgezapftes Bierchen im Pub trinken und dann im Theater eine Aufführung genießen.

Alternativ kann man natürlich auch einfach feiern gehen und ein, zwei, drei, vier Getränke kippen. Eine Liste der Clubs findet ihr hier.

Empfehlenswert und selbstverständlich ist natürlich auch ein Besuch von Chinatown. Tipp: Je unauffälliger und versteckter der Laden ist, desto besser! Die Anzahl der anwesenden Touristen ist – surprise – auch ein wichtiger Indikator. Hier ist weniger mehr. Und dann unbedingt Dim Sum essen: Ihr werdet es nicht bereuen!

5. Bei gutem Wetter: Sonne, Parks & Harry Potter

Was gibt es schöneres, als eine Erkundung der Stadt zu Fuß! Fern der üblichen Touristengassen und weitab der roten Busse lässt sich das wahre und wunderschöne London kennenlernen. Unser Tipp: Nachdem ihr eure Tea-Time in einem britischen Cafè genossen habt – stilecht mit English Breakfast Tea mit Milch, Scones, Mini-Sandwiches und Shortbread – frohlockt ihr einfach mit dem Transportmittel eurer Wahl durch den weltberühmten Hyde Park, bis zu den Kensington Gardens.

Gerade bei schönem Wetter lassen sich die Natur und See m Park genießen. Mit etwas Glück trefft ihr sogar auf Harry und Meghan Markle – die wohnen jetzt nämlich im Kensington Palace!

Wenn ihr eher nicht auf die Natur steht, kann euch vielleicht Harry Potter verzaubern. Für den blitznarbigen Weltretter und seine Freunde gibt es eine Gedächtnis-Tour, die euch vom Kings Cross-Bahnhof mit Gleis 9 3/4 bis nach Soho zu „Seven Dials“ führt.

Also los: Flug buchen, rüberfliegen und die Stadt genießen. Von Camden Town, Notting Hill, der Universität und den Weihnachtsmärkten haben wir ja noch gar nicht geschrieben! Findet es einfach selber heraus. Am besten an regenfreien Tagen. Noch habt ihr ja die Zeit – und die Billigpreise!

Quelle: Noizz.de