Say hello to Äderchen, kleinen Hautunreinheiten und Co.

Jaja, so ist das. Die Beauty- und Fashionbranche hat auch im Jahr 2018 anscheinend noch immer ein kleines Problem mit den natürlichen Ausmaßen eines menschlichen Körpers. Anders lässt es sich wohl nur schwer erklären, wieso manch ein geneigter Nutzer auf Instagram es fast abartig findet, wenn ein Kosmetikdarsteller einen Hauch Damenbart zeigt.

Ähnlich Abstruses tut sich nun nach und nach auch bei immer mehr Modelabels, zumindest im kommerziellen Alltagsgeschäft, auf: Ketten wie H&M oder Asos verzichten auf die Retusche ihrer Lookbooks mit Photoshop. Eine echte Revolution. Neuster Zuwachs in dieser Kategorie: Zara.

Okay, ganz so spektakulär, wie wir uns das vielleicht erhofft haben, fällt das Resultat dieses „revolutionären“ Schrittes nicht aus, aber: Es ist ein Anfang. Vor allem die Frage nach geschminkt oder nicht scheint die Spanier beschäftigt zu haben. Das Resultat: wenig Schminke in den aktuellen Bildern des neuen Lookbooks für die Herbst-Winter-Kollektion.

Heißt ja nicht, dass alle Fotos der aktuellen Kollektion automatisch unästhetisch werden. Ganz im Gegenteil: Ein natürlicher Look mit nur wenig Make-Up zeigt uns doch viel eher, wie die Looks im Alltag oder auch an uns aussehen werden. Gut, man muss bei Zara schon sehr genau hinsehen, um einen Makel zu erkennen.

Seht hier ein paar Eindrücke aus der neuen Kollektion:

Foto: Zara
Foto: Zara
Foto: Zara
Foto: Zara
Foto: Zara

Einen kleinen Verbesserungsvorschlag hätten wir da an Zara aber noch: Wie wäre es auch mal mit etwas diverseren Models, die nicht alle Größe 36 tragen oder kleiner tragen? Dann könnten wir noch etwa besser abchecken, wie uns der Style stehen wird.

Zara ist nicht alleine

Die spanische Modekette ist übrigens nicht die einzige Marke, die auf weniger Photoshop setzt. Vor Kurzem haben auch H&M und Asos sich komplett von der Foto-Retusche verabschiedet. Und zeigen nun auch mehr Models, die nicht ganz den idealen Körper-Proportionen der Modebranche entsprechen – sondern vielseitig verschiedenen Staturen zeigen. Auch Models mit echten Schwangerschaftsbäuchen sind kein Tabu mehr.

Wir finden den Trend cool! Und wünschen uns weiterhin mehr erfrischende Natürlichkeit. So hat man doch gleich mehr Spaß an der Mode.

Quelle: Noizz.de