Typ behauptet in China, er sei Supreme-Präsident

Silvia Silko

Pop, Kultur, Lifestyle
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So sehen stolze Geschäftspartner aus – könnte man glauben Foto: brooklynprojects / Instagram

Ein Schauspieler unterschrieb Millionenverträge als „Präsident“ des Labels.

Am Mittwochmorgen kursierte im Netz die Meldung, dass sich ein Amerikaner in China als Präsident des erfolgreichen Streetwearlabels Supreme ausgab, um auf offiziellen Events millionenschwere Kollaborationen zu unterschreiben. Ein Video zeigte den feierlichen Akt:

Zunächst dachten wir: Wieder was gelernt! Wenn man etwas nur mit genug Vehemenz behauptet, stellt einen keiner in Frage. Die Kommentare unter dem Video bezweifelten jedoch bereits die Echtheit des Videos oder sinnierten über die gesamte Angelegenheit – schließlich stellt sich tatsächlich die Frage, was es einem Fake-Präsidenten bringt, im Namen einer anderen Person und vor allem im Namen eines Unternehmens für das er oder sie nicht arbeitet, Verträge zu unterschreiben.

Nun berichtet High Snobiety, dass die Chinesische Firma OXN eine gefakte Supreme-Kollektion veröffentlichen will und für dieses Vorhaben ein „offizielles“ Okay brauchte. Kurzerhand engagierten sie einen amerikanischen Schauspieler, um vor laufender Kamera den Deal abzuschließen. Die Hoffnung dahinter: Sobald es eine vermeintlich offizielle Zusammenarbeit der beiden Firmen gibt, fragt hoffentlich keiner mehr nach. Die OXN x Supreme Kollabo soll übrigens so aussehen:

Ob das wohl wenigstens echte Vans sind? Foto: OXN / Lookbook

Diese Art des Geschäftemachens finden wir eine super Taktik. Wir werden uns so auf jeden Fall unser nächstes Auto kaufen: Wir engagieren einfach jemanden, der sich als Besitzerin des Autohauses ausgibt und mit uns vor laufender Kamera den Vertrag unterschreibt – und schon haben wir einen neuen fahrbaren Untersatz. Dann müssen wir jetzt nur noch herausfinden, wer medienwirksam für uns den Führerschein unterschreiben kann.

So absurd die ganze Geschichte klingt: In China ist es scheinbar völlig normal, sich Schauspieler zu engagieren, die dann Fake-Verträge mit chinesischen Firmen abschließen. So richtig viel fällt uns dazu auch nicht mehr ein.

Quelle: Noizz.de

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