Das wurde aber auch Zeit!

In Frankreich, dem Land der Mode, ist jetzt ein Erlass zu einem Gesetz gegen Anorexie unter Models in Kraft getreten.

Er sieht vor, dass Models nur noch über Laufstege flanieren, oder fotografiert werden dürfen, wenn sie nicht untergewichtig sind. Schon 2015 hatte sich die französiche Regierung dazu entscheiden, mit einem Gesetz gegen Magersucht vorzugehen.

Models müssen sich laut dem neuen Gesetz von einem Arzt schriftlich bestätigen lassen, dass sie nicht magersüchtig sind. Das heißt also: kein Essen, kein Job!

Vor allem junge Mädchen nehmen sich oft die Frauen aus den Modemagazinen zum Vorbild. Das kann im schlimmsten Fall zu Magersucht führen. Damit soll jetzt Schluss sein.

Natürlich hat das ganze aber auch einen Hacken - die ärztliche Bescheinigung soll für zwei Jahre ausgestellt werden, eine ganz schön lange Zeit.

In dem Erlass geht es vor allem um den Body-Mass-Index (BMI). Mit diesem kann man sein Gewicht im Verhältnis zur Größe berechnen. Hat man einen BMI-Wert von 18,5 bis 25 ist alles im grünen Bereich.

Sollten Modemacher oder Magazine trotzdem mit Models zusammenarbeiten, die kein ärztliches Schreiben haben, droht den Arbeitgebern sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 75.000 Euro.

Im Kampf gegen die Verbreitung falscher Schönheitsideale gibt es noch eine weitere Änderung in Frankreich. Ab Oktober müssen retouchierte Fotos von Models gekennzeichnet werden. Auf den Werbebildern muss dann der Hinweis "photographie retouchée" stehen.

Quelle: Noizz.de