"National Geographic" deckt auf.

Der Wirtschaftssektor "Schuhe" ist ein Imperium: 2018 hat die Schuhindustrie weltweit 250 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Global wurden 24 Millionen Schuh-Paare produziert. Allein das Modelabel "Yeezy" von Kanye West ist über eine Milliarde Dollar wert. Bei aller Beliebtheit cooler Footwear, sind das problematische Zahlen. Denn Schuhe, meist Sneaker, bestehen aus Plastik, können nicht wiederverwertet werden und wandern deshalb grundsätzlich in den Müll, anstatt ins Recycling. Eine Umweltkatastrophe.

"National Geographic" hat eine neue Doku herausgebracht, die sich deshalb mit genau dieser Frage beschäftigt: Können Sneaker auch nachhaltig sein? In einem gut fünfminütigen Video gehen sie dem nach.

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Die Geschichte des Plastik

In den späten 1870ern begann die Sportart Tennis zu boomen, was für eine Massenproduktion von Tennisschuhen sorgte. Circa 40 Jahre späte waren in den USA über 20 Millionen Tennis-Schuhe produziert worden – die Geburtsstunde des Sneaker-Markts.

Die Doku zeigt, wie seitdem immer mehr Plastik in Sportschuhe gewandert ist und heutzutage die ganze Welt auf diesem umweltschädlichen Material herumläuft. Perspektivisch muss das aber nicht so bleiben. Bereits heute experimentieren große Unternehmen mit alternativen und umweltfreundlichen Materialien und Produktionsverfahren. Zum Beispiel mit Pilzen, die das Material für die Sohle produzieren. Oder mit 3D-Druckern, durch deren Verwendung kein Verschleiß-Material entsteht.

Ein bereits existierendes Beispiel ist der "adidas Futurecraft Loop": ein Adidas-Sneaker, der aus nur einem Material besteht. Theoretisch kann man diesen Schuh am Stück recyceln und wieder neu herstellen. Praktisch funktioniert das auch. Es ist nur noch nicht klar, wie oft sich dieser Prozess wiederholen lässt.

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Quelle: Noizz.de