Sie sei „extrem gewalttätig” und „hypersexualisiere”.

Aktuell erlebt die Luxusmode-Branche ihren alljährlichen Höhepunkt: Eine Fashion Week jagt die nächste und die neuen Kollektionen werden weltweit beworben. Dazu gehört neben der Präsentation auf dem Laufsteg auch eine große Werbekampagne, gerne mit Plakaten. Mit genau solchen Werbeplakaten hat Yves Saint Laurent aber dieses Jahr daneben gegriffen – meinen zumindest viele Fans.

Auf den Fotos der Plakatwerbung sind zu sehen: Frauen, die mit weit geöffneten Beinen auf dem Boden liegen und den Blick auf ihren Schritt freigeben. Frauen mit weit heruntergelassenen Hosen. Frauen, die so dürr sind, dass die Knochen hervorstehen.

Das rief natürlich prompt die Kritiker auf den Plan. Bei Instagram kommentierte ein Follower von YSL „Gebt den Models einen verdammten Burger”, bei Twitter wurde gefordert, den CEO von Yves Saint Laurent in denselben Posen zu zeigen.

Auf Twitter wird jetzt schon von der Frauenrechtsgruppe „Osez le féminisme” (Feminismus wagen) gefordert, dass die Kampagne eingestellt wird. Sie sei „extrem gewalttätig”, mache Frauen zum Objekt und „hypersexualisiere” sie.

Auch die französische Werbeaufsicht beschäftigt sich jetzt mit Yves Saint Laurents Werbekampagne. Der Chef Stéphane Martin sagte, das Modehaus habe eindeutig die Regeln verletzt.

Zudem ist es nicht das erste Mal, dass Yves Saint Laurent mit seiner Werbung zu weit geht: Schon vor zehn Jahren gab es eine Werbung mit sehr pornografischen Anklängen, vor zwei Jahren wurde ein Foto mit einem Magermodel verboten. Zu dem aktuellen Vorfall hat sich Yves Saint Laurent noch nicht geäußert.

Quelle: Noizz.de