Es geht um gesellschaftliche Verantwortung.

Der Oktober ist der "Breast Cancer Awareness Month", also der Monat, in dem Geld für den Kampf gegen Brustkrebs gesammelt wird und in dem jedes Jahr auf die Krankheit aufmerksam gemacht wird. Eine pinkfarbene Schleife ist das Symbol der Krankheit – und Pink zieht auch durch die aktuelle "Pink Pony"-Kollektion von Ralph Lauren.

Ralph Lauren ist eines der Labels, das sich gegen Brustkrebs engagiert und Bewusstsein schaffen möchte. Seit nunmehr 19 Jahren kommt jedes Jahr eine "Pink Pony"-Kollektion auf den Markt. In diesem Jahr wurden Klassiker des Labels, zum Beispiel Jeans-Jacken, Pullover und anderen zeitlosen Pieces, mit einem pinkfarbenen Pony versehen. 25 Prozent der Erlöse werden gespendet.

Vans hat ebenfalls eine Kollektion herausgebracht, mit der Geld für Brustkrebs-Organisationen gesammelt wird. Auf Sneakern und Hoodies sind gezeichnete Brüste zu sehen, eine davon abgenommen, wegen Brustkrebs. Eine Narbe erinnert an die Krankheit.

Ralph Lauren und Vans sind nur zwei Beispiele für die vielen Labels, die sich engagieren. Und hier ist der Grund, wieso das so wichtig ist: Damit beweist Mode, dass sie ihre Verantwortung in unserer Gesellschaft ernst nimmt. Es geht nicht nur um den reinen Verkauf, es geht auch darum, etwas zurückzugeben. Eine gute Seite des Kapitalismus, wenn man es so sehen mag.

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Aber machen wir uns nichts vor: Ralph Lauren und Vans profitieren natürlich von solchen Kampagnen. Der "25 Prozent werden gespendet"-Slogan gibt nicht nur dem Kunden ein gutes Gefühl, sondern lässt auch das Label in gutem Licht dastehen.

Hierbei handelt es sich jedoch um eine Win-Win-Situation, capitalism at its best. Es handelt sich nämlich um Werbung, die nicht leer ist und die sich nicht nur um ein Produkt dreht. Ein Missstand, ein Problem, eine Krankheit wird aufgegriffen, und es wird versucht, eine Lösung zu finden. Eine Message wird verbreitet: Wir wollen helfen.

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In Zeiten von "Fridays For Future" und "#metoo" ist das etwas, wovon wir mehr brauchen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn sich mehr Labels um eine grüne Zukunft kümmern? Geld sammeln für den Regenwald? Mit den Brustkrebs-Kollektionen ist zwar ein Grundstein gelegt, aber es geht noch so viel mehr – und die Modebranche muss in noch so viel mehr Belangen zurückgegeben. Immerhin ist es eine der Branchen, die am meisten von der Umwelt nimmt.

Quelle: NOIZZ-Redaktion