Hallelujah, wir sind im Sneakerhimmel …

Hach ja – für jemanden, der die amerikanische Freikirchler-Kultur nicht kennt, für den mag Einiges merkwürdig erscheinen. So wie dieser kurze Clip zum Beispiel:

Abgesehen davon haben amerikanische Freikirchen jede Menge mehr zu bieten. Aber nicht jetzt so, wie ihr denkt. Neben allerlei Kuriosem – oder was uns zumindest kurios erscheint – legen diverse Freikirchen-Pastoren auch jede Menge Style an den Tag. Denn ist euch schon mal aufgefallen, dass unglaublich auffallend viele der jungen Freikirchen-Prediger in den USA limitierte Sneaker und Designerklamotten tragen?

Aber wieso denn nur? Müssten diese Menschen sich nicht eher in christlicher Askese üben und den Menschen mit ihrer Bescheidenheit ein Vorbild sein? Genau das hat sich auch der 29-jährige Tyler gefragt. Er hat den Instagram-Account PreachersNSneakers hochgezogen, indem er die auffallendsten Designer- und Sneakerstatements der Prediger ausfindig macht und gleich daneben zeigt, wie teuer die Stücke eigentlich sind.

Inzwischen folgen ihm mehr als 20.000 Menschen. Natürlich fühlen sich einige durch seine Wortspielereien angegriffen, die meisten aber finden es ziemlich witzig, wenn er zeigt, dass manch ein Prediger 5.000 Dollar Yeezys am Fuß trägt.

Alles hat damit angefangen, als er auf YouTube Clips von christlichen Bands anschaute und bemerkte, dass ein Leadsänger das super seltene Yeezy-750-Boost-Modell trug. Die werden mittlerweile für um die 1.800 Dollar, umgerechnet etwa 1.600 Euro, weiter verkauft, wie Tyler Buzzfeed News erklärte. 

Ich fand das völlig verrückt.

Eine Antwort darauf, warum gerade dieser Schlag von Menschen so abgefahrene Designerteile trägt, hat er immer noch nicht gefunden. Er sei selber Christ und habe hohen Respekt vor dem Ansehen, dass die Prediger in ihren Gemeinden genießen. Allerdings sollte man das ein oder andere schon hinterfragen, zum Beispiel ob "das Geld, was man der Kirche gibt, nur für sein Einkommen da ist, oder ob es einfach nur für Sneakers ausgegeben wird."

Manche Pastoren antworten ihm sogar und stellen dann klar, dass sie für die Designerklamotten keinen Cent bezhalt haben, sondern sie als Influencer zugeschickt bekommen haben. Kein Wunder: Manch ein Freikrichen-Prediger in den USA hat auf Instagram schließlich mehrere Millionen Follower.

Eigentlich wollte Tyler nur ein wenig, lustigen Comedy-Inhalt machen, aber er merkt auch, welches Diskussions-Potential sein Account hat. Auf jeden Fall macht er uns auch bewusst, wie viel Geld auch im christlichen Influencer-Geschäft gemacht wird. 

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Quelle: Noizz.de