Philipp Plein hat sich mit Ferrari angelegt – und damit mit dem falschen Luxus-Karossen-Hersteller. Weil er die teuren Schlitten für sexistische Werbung seiner eigenen Produkte benutzt hat, wurde er jetzt vor einem italienischen Gericht verklagt – und muss einen krassen Batzen Geld zahlen.

Das hätte sich nicht mal ein*e Reality-TV-Producer*in ausdenken können: Ein Proll-Designer, reich geworden mit Hundebetten, wird international bekannt, weil er auf alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, glitzernde Totenköpfe klatscht. Um seinen Reichtum möglichst gut zur Schau zu stellen, posiert er fortan nur noch vor sehr teuren Autos – die er gleichzeitig auch für sehr geschmacklose und sexistische Bewerbung seiner Produkte einsetzt. Weil der Luxus-Automobilhersteller aber Angst hat, dass sich die Prutz-Prunk-Prollo-Optik des Designers schlecht aufs eigene Business ausübt, zieht der vors Gericht – und gewinnt! Glaubt ihr nicht, dass das wirklich so passiert ist? Ist es: Phillipp Plein muss jetzt nämlich richtig viel Kohle an Ferrari abtreten.

Was genau ist der Beef zwischen Ferrari und Philipp Plein?

Die ganze Streiterei zieht sich seit 2018. Damals hatte Plein die teuren Autos als Gimmick in seiner Frühling/ Sommer-Kollektion benutzt, was Ferrari alles andere als geil fand. Als er dann auch noch anfing, wie wild auf Instagram mit Ferraris zu posieren ( ... natürlich immer, um für irgendeinen Kristall-bestückten Modeartikel aus Pleins eigenem Sortiment zu werben – und meistens mit halb nackten Models), hatte der Automobilhersteller genug: Anzeige war raus, man zog vor Gericht – und die Richter*innen gaben dem Automobilhersteller prompt recht. Einfach mal so eine andere Marke benutzen, um für seine eigene Werbung zu machen? Klassischer Fall von Trademark-Verletzung.

Jetzt muss Plein alle Fotos, auf denen die Autos zu sehen sind, von seiner Website und seinen Social-Media-Kanälen entfernen. Ferrari bekommt außerdem 300.000 Euro Schadenersatz, außerdem muss der deutsche Designer 25.000 Euro Anwaltskosten zahlen. Und wenn er jemals wieder ein Foto oder ein Video postet, in dem einer der Luxusschlitten zu sehen ist, darf er noch mal 10.000 Euro abdrücken – und zwar jedes Mal aufs Neue. Uff, ganz schöner Batzen.

Plein hat gar keine Lust, sich geschlagen zu geben

Ob es dabei bleibt, ist noch nicht klar: Die beiden Parteien streiten sich nämlich noch in einem zweiten Fall. Im Juli 2019 hatte Ferrari Plein eine separate Abmahnung zukommen lassen, nachdem er auf Instagram ein Paar seiner 800 US-Dollar teuren " Phantom Kicks"-Sneaker auf dem Dach eines grünen Ferrari 812 Superfast hochgeladen hatte.

Ganz schön viele glitzernde Totenkopf-Jäckchen, Taschen und Sneaker, die der Gute jetzt verkaufen muss, um das alles zu kompensieren ... wirklich zu stören scheint ihn das nicht. Erst kürzlich postet er aus reiner Provokation ein neues Instagram-Foto, dass ihn und seinen grünen Ferrari zeigt.

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In der Bildunterschrift lässt er sich in aller Breite über den Fall aus – und tönt, dass er das Urteil definitiv anfechten will. Die virale Schlammschlacht ist also noch lange nicht vorbei.

  • Quelle:
  • Noizz.de