Kurz vor dem amerikanischen Nationalfeiertag.

Nike und die USA – diese Beziehung wird immer komplizierter. Erst hatte die Sneakermarke für viel Wirbel gesorgt, als sie den Footballspieler Colin Kaepernick supportete, jetzt wollen Amerikaner erneut ihre Nikes anzünden. Denn das Brand hat einen Schuh samt amerikanischer Flagge aus der Kolonialzeit herausgebracht und nach viel Kritik wieder zurückgezogen.

Der Nike Air Max 1 zu Ehren des Nationlfeiertags Foto: Nike / Promo

Aber von vorne. Vor wenigen Tagen brachte Nike eine spezielle Version des Air Force 1 in Blau, Weiß und Rot auf den Markt – anlässlich des amerikanischen Nationalfeiertags am 4. Juli. An der Ferse featurete das Modell die US-Flagge. Doch statt der aktuellen Version mit 50 Sternen nutze Nike die sogenannte "Betsy Ross"-Flagge aus der Kolonialzeit. Darauf sind in der linke Ecke nur 13 Sterne zu sehen, die die 13 Kolonien aus dem 18. Jahrhundert darstellen. Für viele stellt diese Version der Nationalflagge eine Erinnerung an die Zeit der Sklaverei dar.

>> Nike setzt erneutes Zeichen in Kaepernick-Debatte

NFL-Star und Aktivist Colin Kaepernick machte Nike laut "Insider" relativ schnell auf diese Thematik aufmerksam, nachdem er das Produkt im Netz sah. Der Schuhhersteller zog den Air Force nun aus dem Verkehr. Kurz vor dem amerikanischen Nationalfeiertag, den der Sneaker eigentlich zelebrieren sollte. Selbst bereits verschickte Schuhe soll das Brand momentan zurückfordern.

Selbsternannte "Patrioten" und Trump-Supporter finden das natürlich unerhört – gerade so kurz vor dem 4th of July. Mit dem Hashtag #boycottnike regen sie sich jetzt bei Social Media darüber auf, dass "dieser politisch korrekte Quatsch zu weit geht". "Das letzte Mal habe ich meinen ganzen Nike-Kram nicht verbrannt, aber dafür werde ich jetzt Abhilfe schaffen. Der Swoosh ist für immer aus diesem Haushalt verbannt", wettert ein anderer Twitter-User.

Ob sich Nike wirklich einen großen Patzer erlaubt hat oder das Ganze doch nur ein riskanter aber genialer Marketing-Gag war, bleibt wohl dahingestellt. In den Schlagzeilen ist die Marke so oder so.

>> Trump erhebt Sneaker-Steuer – um China eins auszuwischen

Quelle: Noizz.de