350 Läden werden weltweit schließen.

Forever 21 ist bekannt für schnelle, kurzlebige Mode unter 20 Euro. Doch der Marke scheint es seit einiger Zeit schon nicht gut zu gehen. Anfang September noch wurden sie von "7 Rings"-Star Ariana Grande verklagt – nun kommt das endgültige Eingeständnis, dass es für die Billig-Modekette gerade einfach nicht läuft. Denn Forever 21 meldet nun offiziell Insolvenz an.

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Laut US-Sender "CNN" ermöglicht das Insolvenz-Verfahren Forever 21, vorzeitig aus bestehenden Mietverträgen auszutreten. Mittels dieses Schlupflochs will die Kette nun möglichst schnell möglichst viele Läden schließen. 350 Filialen wollen sie weltweit dichtmachen. Aus 40 Ländern verschwinden sie komplett, unter anderem auch Deutschland.

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Vize-Präsidenten Linda Chang sagte, dass das Ziel dieser Taktik wäre, die ganze Operation zu vereinfachen. So wollten sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren können.

Ihre Eltern hatten die Kette in den Achtzigerjahren gegründet. Anfang der Nuller-Jahre erlebten sie dann erste Erfolge. Danach breitete sich die Kette innerhalb von sechs Jahren von sieben auf 47 Länder aus. Diese Expansion sei laut Chang einfach zu schnell zu viel gewesen. 

Momentan ist das Unternehmen noch 3.4 Milliarden US-Dollar wert, 30.000 Leute arbeiten für die Fast-Fashion-Kette. Diese Zahl wird sich nach den Ladenschließungen allerdings um einiges reduzieren – selbst wenn der Konzern eine Menge Läden erhalten möchte.

Grund für das Versagen von Fast-Fashion-Labels wie Forever 21 und American Apparel im Jahr 2015 sind das veränderte Kaufverhalten von Kunden, die lieber in Online-Shops bestellen als in Läden. Ein zunehmendes Bewusstsein für die Umweltschädlichkeit von Fast Fashion wirft in Zeiten von Fridays for Future außerdem einen Schatten auf das Unternehmen und dem damit verbundenen Konsumverhalten. 

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lmh

Quelle: Noizz.de