All my shit designer.

So etwas ähnliches wird Leroy Sané gedacht haben, als er sich die Tage morgens angezogen hat. Der deutsche Nationalspieler trug am Montag ein Outfit im Wert von knapp 25.000 Euro – wegen dem sich nun alle aufregen.

Als der 23-Jährige zum DFB-Treffen in Wolfsburg aus dem Auto stieg, ruhten direkt alle Blicke auf ihm. Das lag vor allem an der Graffiti Sherling Echtfelljacke des französischen Labels Balenciaga, die Sané zur Schau führte. Kostenpunkt: 4500 Euro. Das Lammfell des Teils ist mit bunter Schrift verziert, so steht dort unter anderem „Power“, „Men“ und „Paris“.

Das vermeintliche Gekrakel, wie viele finden, bringt einen interessanten Bruch zum teuren Designerteil. Was meine Nichte gemalt haben könnte, kostet so viel wie das Auto meines Nachbarn. Und es ist vor allem eins: Fashion.

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Zu dem Balenciaga-Teil kombinierte Leroy einen Christopher Backpack GM-Rucksack von Louis Vuitton zum Preis von 18.000 Euro und Nike Air Jordans 1 Chicago x Off-White.

Typisch deutsches Spießbürgertum trifft auf Fashion-Statement.

Am Tag nach Sanés Auftritt wurde der Spieler von verschiedenen Seiten kritisiert. „Was hat der denn an? Leroy Sané und die bemalte 4500-Euro-‚Eisbär‘-Jacke“, titelte stern.de , „Protz-Outfit von Leroy Sané bei DFB-Ankunft“, schrieb Sportbuzzer, „What the fuck“, denke ich mir. Vor allem nachdem ich diesen Clip bei Sky gesehen habe:

Der Dude verdient wahnsinnig viel Geld, ist gerade einmal 23 Jahre alt und probiert sich modisch aus. Abgesehen davon hat er den Rucksack nicht einmal selbst bezahlt, sondern ihn wahrscheinlich von Louis Vuitton geschickt bekommen. Gott im Himmel, lasst ihm doch seinen Spaß. Könnte ich mir die Klamotten leisten und müsste nicht jeden Tag mit der Berliner BVG fahren – ich würde mir den Style auch gönnen.

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Quelle: NOIZZ-Redaktion