Kunst, Badezimmer, Sneaker, Klamotten.

Vergangenen Freitag kam eine weitere Folge der einstündigen Netflix-Talkshow "My Next Guest Needs No Introduction With David Letterman" raus. Der Gast: kein Geringerer als Rap- und Fashion-Gott Kanye West.

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Für alle, die über keinen Netflix-Account verfügen oder die Folge noch nicht gesehen haben, hat der Streamingdienst jetzt einen (weiteren) Appetithappen auf YouTube gestellt – den Hausbesuch von Talkmaster David Letterman bei Kanye.

Man kriegt natürlich nicht die ganze Bude gezeigt, aber immerhin eine Art Wohnzimmer, eine Art Badezimmer und eine Art YEEEZY-Showroom.

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Der wohnzimmerartige Raum steht voller Keramikkunst des japanischen Künstlers Yuji Ueda. Dieser würde vom japanischen Hype-Künstler Takashi Murakami vertreten, der wiederum ein alter Freund von Kanye ist. Er hat bereits drei Plattencover für den Rapper gestaltet – zuletzt 2018 zu "Kids See Ghosts". Kanye hat sich die Keramik selbst zu Weihnachten geschenkt.

Letterman fragt Kanye daraufhin, ob er mit dem traditionellen japanischen Ästhetik-Konzept Wabi-Sabi vertraut sei. "Ja", antwortet der Rapper. "Dieses Haus ist Wabi-Sabi-Vibes!"

Das Badezimmer. "Wow! Fantastisch!", entfährt es Letterman. "Vielleicht kann ich einfach hier einziehen, für eine bescheidene Miete." – "Du könntest einfach unsere Badewanne mieten!"

Dann: der YEEZY-Showroom – YEEZY-Badelatschen, YEEZY-Sneaker, YEEZY-Klamotten. 

Die beiden sprechen über Kunst. "Ich benutze Kunst als Superkraft", sagt Kanye, "als Selbstschutz in einer kapitalistischen Welt. Und dann gebe ich es als Geschenk an andere Menschen weiter. Und ich kann sie außerdem dazu benutzen, um Geld zu machen."

Danach geht es um Stil. Letterman: "Ich will nicht wie ein alter Mann aussehen, der versucht, cool auszuschauen. Ich will wie ein coller alter Typ aussehen. Und ich will nicht, dass mein Sohn sich über mich lustig macht. Kannst du machen, dass das aufhört?" Kanye: "Ja, können wir."

Kanye gibt Letterman einen YEEZY Boost 700. "Die werden 'Dad Shoes' genannt. Du kannst sie einfach nur 'Shoes' nennen, weil du ein 'Dad' bist."

Dann lässt der Rapper noch einen Satz in Richtung Medien fallen. Im Umgang mit denselbigen sei der 1984 verstorbene US-Entertainer und Performance-Künstler Andy Kaufman ein Vorbild für ihn. Er habe ihm den Mut gegeben, mit den Medien zu umzugehen, wie er es tut. Zum Beispiel, wenn sich jemand über Kanye lustig macht. "Ich stehe über dem Witz. Der Witz betrifft die anderen!"

Manchmal rollt man während der fünf Minuten schon mit den Augen. Aber dann denkt man wieder: Irgendwie geil, der Typ. Und man versteht: Genau das ist sein Erfolgsrezept.

ml

David Letterman und Kanye West hinter den Kulissen der Show Foto: Netflix/Promo

Quelle: Noizz.de