Dieser Air Jordan konnte erst mal nicht erscheinen ...

Resale-Preise der unlängst erschienenen „Gold Top 3“-Ausführung des Kulttreters liegen mitunter bei 1500 Dollar, weshalb sich Sneakerfans am Cyber Monday für einen exklusiven Release vor dem NikeLab 21 Mercer Store versammelten. Die Menschentraube vor der Filiale geriet wenig später dermaßen außer Kontrolle, dass die NYPD den Laden dichtmachen musste.

In einem YouTube-Video sieht man, wie die tapfer der Kälte trotzenden Sneakerheads sich gegenseitig vom Trottoir auf die Straße drängen. Nach kurzer Rücksprache mit den verantwortlichen Polizeibeamten entschloss sich NikeLab zur großen Enttäuschung der Interessenten dazu, den ganzen Release abzublasen. Bisher herrscht weiterhin Ungewissheit darüber, ob es einen neuen Termin geben wird.

Im Jahre 1984 nahm alles seinen Lauf: Der damals noch unbedeutende Konzern Nike nimmt das Ausnahmetalent Michael Jordan für 2,5 Millionen Dollar unter Vertrag. Sowohl der damals erfolglosen Leichtathletikbrand, als auch dem rasant aufstrebenden Sportler tat die Verbindung außerordentlich gut, wenngleich Michael als überzeugter adidas-Fan zunächst so gar keine rechte Lust darauf hatte.

Wie es sich für eine Erfolgsstory einer solchen Größenordnung gehört, brachte zunächst ein handfester Skandal die Sache ins Rollen. In der NBA herrschte die strikte Vorgabe, nur weißes Schuhwerk zu tragen, weshalb die Association zunächst horrende Geldstrafen verhängte, um die heißen Treter später sogar komplett zu verbieten.

Dem Erfolg des Air Jordan war der Hauch des Verbotenen selbstverständlich alles andere als abträglich. Nachdem Michael Jordan darin auch noch den Slam-Dunk-Contest gewonnen hatte und man sich über seine schiere Schwerelosigkeit wunderte, brachte Nike den „Air Jordan“ auf den Markt: eine originalgetreue Nachbildung des Schuhs, der Michael seine offensichtlich übermenschlichen Fähigkeiten verlieh.

Der Rest ist Geschichte: Jordan avancierte zum Weltstar, Nike wurd Marktführer und die beiden brachen gemeinsam einen Rekord nach dem anderen. Die Kooperation brachte dem Konzern 2,6 Milliarden Dollar ein, Jordan holte zwei Olympia-Medaillien und sechs NBA-Titel.

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[Text: Daniel Becker]

Quelle: Noizz.de