Warum pelzwütigen Händlern vielleicht trotzdem ein Schlupfloch bleibt ...

Für die einen leider immer noch der flauschige Inbegriff des Luxus, für die meisten aber einfach nur unverzeihliches Tier-Morden: Das Tragen von Pelz ist aktuell so ziemlich das größte Tabu der Mode.

Waren es in den 90ern noch einzelne PETA-Aktivisten, die mutig gegen Nerz & Co. protestierten, ist das aktuelle Cruelty-Free-Mindset zu einer internationalen Bewegung geworden: Dass Nachhaltigkeit und Fairness sexier ist, als Pelz auf nackter Haut, weiß heute ja irgendwie jeder.

Erst vor einigen Wochen hatte das Luxus-Label Burberry bekannt gegeben, ab jetzt auf Echt-Pelz zu verzichten (wie zuvor schon Gucci, Versace, Armani und Co.), die Londoner Fashion Week verlief dieses Jahr zum ersten Mal sogar gänzlich fur-free – mit großem Erfolg.

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Los Angeles hat der ganzen Debatte jetzt noch eins draufgesetzt: Als vierte und bisher größte US-Stadt wurde dort vergangene Woche erfolgreich abgestimmt, den kompletten Verkauf von Pelz zu verbieten.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre könnte der Bann in Kraft treten – damit folgt die City den Städten San Fransisco, Berkley und West Hollywood, in denen der Pelzverkauf bereits seit Längerem verboten ist.

Sollte die Regelung aus San Fransisco Modell für das neue Gesetz stehen, könnte es allerdings ein Schlupfloch für Händler geben: Dort ist der Verkauf von alten und gebrauchten Pelzartikeln durch Vintage-Läden, Pfandhäuser und gemeinnützige Organisationen weiterhin erlaubt. Und auch Pelz von Tieren, die unter einer staatlichen Lizenz gefangen wurden, darf weiterhin verkauft werden.

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Quelle: Noizz.de