Diese High-Tech-Kleider würden Lady GaGa neidisch machen

Hannah Schwär

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Designer stellen bei der Fashion Week in Berlin die Mode der Zukunft vor.

Wer den monochromen Anzug von Layla Mueller auf eine Party anzieht, brauch sich wenigstens nicht mehr um die Musik zu kümmern: Der Anzug kann Schlagzeug spielen. Jede Berührung des Stoffes wird mit Hilfe von elektrischer Kapazität in einen Ton übersetzt. Das Modell für Frauen arbeitet mit derselben Technik, spielt statt Schlagzeug aber elektronische Harmonien.

„Die Kollektion dreht sich um die Visualisierung von Sound“, sagt die Designerin. Die wellenartigen Schnitte von Muellers „Syma Line“ sind von chladnischen Klangfiguren inspiriert. Mueller arbeitet beim Berliner Label „Elektrocouture“ und ist selbst Berlinerin. Ihre Entwürfe stellt sie zur Zeit auf der Fashion Week in Berlin aus.

Layla Muellers Kleider visualisieren Sound. Jede Berührung des Stoffes erzeugt einen Ton Foto: Hannah Schwär / Noizz.de

Ebenfalls aus dem Hause Elektrocouture kommt „The Marlene Project“ – eine Hommage an Marlene Dietrich. Die Schauspielerin hatte sich in einem Brief an den Designer Jean Louis aus dem Jahre 1958 ein Kleid gewünscht, dass interaktiv ist und leuchtet.

Diesen Wunsch realisiert Designerin Anja Dragan mit dem Kleid „Marlene Glows“. Auf den Stoff sind maßgefertigte Swarovski-Kristalle gestickt, die von kleinen LEDs zum Leuchten gebracht werden. Die Kristalle sind durch einen Stromkreislauf verbunden, der sich wie Blumen um den Stoff rankt.

Das Kleid von Elektrocouture ist eine Hommage an Schauspielerin Marlene Dietrich Foto: Hannah Schwär / Noizz.de
Die LEDs sind in Swarovski-Kristalle eingebaut Foto: Hannah Schwär / Noizz.de

Vom gleichen Label kommt das „Parallex Dress“ von Lina Wassong. Die sechs Tentakeln, die wie ein Rock über das Kleid fallen, sind vom Nervensystem des Oktopusses inspiriert. Jedes Glied wurde mit einem 3D Drucker hergestellt.

Die Tentakeln bewegen sich unabhängig von einander und reagieren mit Hilfe eines Infrarot-Sensors auf Bewegungen aus dem nahen Umfeld.

Die Tentakeln des Parallex Dress von Lina Wassong integrieren Künstliche Intelligenz und 3D-Druck Foto: Hannah Schwär / Noizz.de

Die belgische Designerin Jasna Rok arbeitet mit intelligenten Materialien und entwickelt Mode, die die Trägerinnen im Alltag unterstützen sollen. Ihre Kleider passen sich automatisch an den Körper an und sind aus hydrophobem Stoff, an dem Wassertopfen einfach abperlen.

Ihre Stoffen sind hydrophob, das heißt Wassertropfen perlen einfach daran ab Foto: Hannah Schwär / Noizz.de

„Meine Vision ist, dass Fashion das Smartphone ersetzen wird“, meint Rok. Statt auf dem Display könnten Apps dannn auf der Kleidung angezeigt werden.

Die Stoffe von Jasna Rok passen sich automatisch der Körperform an Foto: Hannah Schwär / Noizz.de

Zudem arbeitet die Designerin mit VR. „Du brauchst keinen roten Teppich mehr – die Outfits werden mit Virtual Reality lebendig“, sagt Rok. Kunden können sich die Kleider mit VR-Technik selbst designen.

Die Kleider haben verschiedene Prints Foto: Hannah Schwär / Noizz.de

Die Designs von Jasna Rok und Elektrocouture werden im bei der Konferenz „Fashiontech Berlin“ ausgestellt, die während der Fashionweek vom 4. bis 7. Juli statt findet.

Quelle: Noizz.de

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