H&M testet ersten sprechenden Spiegel der Welt

Tanja Koch

Gesellschaft, Wirtschaft, Lifestyle
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Der Spiegel gibt unter anderem Outfit-Tipps Foto: Screenshot Visual Art

Bisher gibt es ihn aber nur in New York.

Positive Nachrichten über H&M waren in den vergangenen Monaten rar. Von Rassismusvorwürfen über eine schlechte Bilanz bis hin zu wochenlangen Lieferschwierigkeiten. Das Problem: Im stationären Handel laufen die Kunden weg, der Online-Bereich ist noch nicht stark genug. Das Unternehmen arbeitet angeblich daran, diese Krise zu überwinden.

Wird H&M den Spiegel auch nach Deutschland bringen?

Nun wurde bekannt, dass H&M die Filialen und den Webshop möglicherweise miteinander kombinieren möchte. In seinem Flagshipstore am Time Square in New York experimentiert die Modekette derzeit mit einem sprachgesteuerten Spiegel. „Dies ist einer unserer vielfältigen Tests, um das Einkaufserlebnis für unsere Kunden noch zusätzlich zu verbessern“, erklärt eine Sprecherin von H&M. Weitere Informationen, etwa, ob der Spiegel auch nach Deutschland kommen wird, kommentiert H&M nicht.

Das Gerät – gemeinsam mit Microsoft, Ombori und Visual Art entwickelt – gilt als das erste dieser Art. Vergleichbare Spiegel werden nicht per Gesichts- oder Spracherkennung, sondern per Touchscreen bedient.

Der Spiegel verfügt über zwei Funktionen. Zum einen macht er den Kunden individuelle Outfit-Vorschläge. Per QR-Code lassen sich die Produkte online aufrufen und direkt im Store oder später online kaufen. Wer das Angebot nutzt, den belohnt H&M mit 10 Prozent Rabatt.

Die zweite Funktion ermöglicht es, Selfies zu schießen – allein oder in Gruppen. Das Foto wird in das Cover des H&M-Kundenmagazins eingebettet.

Nach Angaben von Visual Art haben 86 Prozent der Kunden, die ein Selfie geschossen haben, einen QR-Code eingescannt. Davon hat jeder Zehnte anschließend den Newsletter abonniert. Wie viel die Innovation der angeschlagenen Modekette bringen wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: Noizz.de

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